Klassentreffen nach sechs Jahrzehnten: Schweriner sucht ehemalige Mitschüler
Alte Klassenfotos, vergilbte Erinnerungen und zahlreiche offene Fragen bestimmen derzeit den Alltag von Harry Hahnfeldt. Der Schweriner bereitet ein besonderes Wiedersehen vor: Die ehemalige Klasse 10a der Erich-Weinert-Oberschule möchte sich nach genau 60 Jahren wieder zusammenfinden. Doch für dieses ambitionierte Vorhaben fehlen noch zahlreiche Kontakte zu ehemaligen Klassenkameraden.
Die Suche nach verlorenen Verbindungen
Harry Hahnfeldt breitet sorgfältig die historischen Aufnahmen auf seinem Tisch aus. Die schwarz-weißen Fotografien zeigen eine Schulklasse aus längst vergangenen Tagen, leicht vergilbt und an den Rändern abgegriffen. „Hier, das war unsere Klasse“, erklärt er nachdenklich, während sein Finger über eines der Bilder gleitet. Einige Gesichter kann er sofort identifizieren, doch viele bleiben rätselhafte Erinnerungen ohne aktuelle Anbindung.
Die Initiative für dieses außergewöhnliche Treffen ging von Elvira Rahner-Griffel aus, die heute in Nordhausen lebt. Sie kontaktierte Hahnfeldt telefonisch und bat um Unterstützung bei der Organisation. „Mithelfen, ja – aber am Ende bleibt doch das meiste bei mir hängen, da ich noch hier in Schwerin lebe“, gesteht Hahnfeldt mit einem schmunzelnden Unterton. Viele der einstigen Kontakte sind im Laufe der Jahrzehnte einfach verloren gegangen.
Herausforderungen bei der Spurensuche
Die Suche gestaltet sich deutlich schwieriger als erwartet. Hahnfeldt durchstreift die Stadt, besucht Orte aus vergangenen Tagen und fragt beharrlich nach. Ein ehemaliger Zigarettenladen am Markt, der einst von den Eltern einer Mitschülerin betrieben wurde, existiert heute in völlig veränderter Form. „Die haben alle keinen Kontakt mehr zu den Vorbesitzern“, bedauert er. „Das ist schon schwierig.“
Viele seiner früheren Klassenkameraden sind in andere Regionen verzogen, manche leider bereits verstorben. Aktuelle Adressen und Telefonnummern fehlen häufig komplett. Dennoch gibt Hahnfeldt nicht auf: „Ein bisschen was kann man immer rausfinden.“ Seine Beharrlichkeit ist bewundernswert.
Die bewegte Geschichte der Klasse 10a
Die gemeinsame Geschichte dieser besonderen Klasse begann bereits im Jahr 1955 mit der Einschulung in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Nach mehreren Schulwechseln und pädagogischen Stationen formierte sich schließlich die Klasse 10a – eine interessante Mischung aus alten Vertrauten und neuen Gesichtern. Viele Jahre begleitete Lehrerin Frau Schelk die Schüler, bevor sich nach der achten Klasse erste Wege trennten.
Einige wechselten auf die Erweiterte Oberschule, andere begannen direkt eine Berufsausbildung. Neue Mitschüler kamen hinzu, bestehende Freundschaften vertieften sich. Genau diese besondere Zusammensetzung soll sich nun nach sechs Jahrzehnten wieder zusammenfinden.
Diese Namen werden noch dringend gesucht
Bis heute fehlen Kontakte zu zahlreichen ehemaligen Klassenkameraden. Gesucht werden unter anderem:
- Reinhard N.
- Wolfgang W.
- Peter A.
- Günter B.
- Hans-Jürgen D.
- Jürgen G.
- Ingo J.
- Klaus-Dieter L.
- Helga G.
- Elke S.
- Helga S.
- Giesela Q.
- Annelie R.
- Monika T.
- Peter G.
- Christel S.
- Giesela G.
- Hannelore D.
- Monika H.
Organisatorische Details zum geplanten Treffen
Das lang ersehnte Klassentreffen ist für Sonnabend, den 29. August 2026, fest eingeplant. Beginn ist um 17 Uhr im traditionsreichen „Lindengarten“ in der Lübecker Straße in Schwerin. Für Hinweise zum Verbleib ehemaliger Mitschüler oder direkte Anmeldungen stehen zwei Kontaktpersonen zur Verfügung:
- Harry Hahnfeldt: Telefon 0172 3194848
- Elvira Rahner-Griffel: Telefon 0175 8637083
Die Organisatoren hoffen auf zahlreiche Rückmeldungen und ein emotionales Wiedersehen nach sechs Jahrzehnten getrennter Wege. Jeder Hinweis könnte dabei helfen, die letzten fehlenden Puzzleteile dieser besonderen Klassengemeinschaft wieder zusammenzufügen.



