Schweriner sucht ehemalige Mitschüler für Klassentreffen nach 60 Jahren
Alte Klassenfotos, vergilbte Erinnerungen und viele ungelöste Rätsel: In Schwerin bereitet sich eine ehemalige Schulklasse auf ein außergewöhnliches Wiedersehen vor. Sechs Jahrzehnte nach ihrem gemeinsamen Abschluss möchte sich die Klasse 10a der Erich-Weinert-Oberschule wieder zusammenfinden. Doch für dieses ambitionierte Vorhaben fehlen noch entscheidende Kontakte zu zahlreichen ehemaligen Mitschülern.
Die Suche nach verlorenen Verbindungen
Harry Hahnfeldt hat die organisatorische Verantwortung übernommen und durchforstet systematisch die Vergangenheit. "Mithelfen, ja – aber am Ende bleibt doch das meiste bei mir hängen", erklärt der Schweriner mit einem verschmitzten Lächeln. Seine Suche führt ihn durch die Straßen der Stadt, zu Orten, die einst Teil des gemeinsamen Schulalltags waren. Ein ehemaliger Zigarettenladen am Markt, der von den Eltern einer Mitschülerin betrieben wurde, steht heute unter neuer Führung. "Die haben alle keinen Kontakt mehr zu den Vorbesitzern", bedauert Hahnfeldt die verlorenen Spuren.
Die Herausforderungen sind beträchtlich: Viele der ehemaligen Klassenkameraden sind verzogen, manche bereits verstorben. Adressen und Telefonnummern fehlen in zahlreichen Fällen. Dennoch bleibt Hahnfeldt optimistisch: "Ein bisschen was kann man immer rausfinden." Unterstützung erhält er von Elvira Rahner-Griffel, die heute in Nordhausen lebt und die Initialzündung für das Treffen gab.
Eine bewegte Klassengeschichte
Die gemeinsame Geschichte der Klasse begann bereits 1955 mit der Einschulung in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Nach Stationen in der Mittelschule und später der Oberschule begleitete Lehrerin Frau Schelk die Schüler über viele Jahre. Nach der achten Klasse trennten sich die Wege: Einige wechselten auf die Erweiterte Oberschule, andere begannen eine Ausbildung. Neue Mitschüler kamen hinzu, bis sich schließlich die 10a formierte – eine bunte Mischung aus alten Vertrauten und neuen Gesichtern.
Genau diese besondere Zusammensetzung soll nun wieder zusammenfinden. Auf den ausgebreiteten Klassenfotos, teils schwarz-weiß und an den Rändern abgegriffen, teils digital aufbereitet, erkennt Hahnfeldt manche Gesichter sofort. Andere bleiben rätselhafte Erinnerungen ohne aktuelle Anbindung.
Gesucht: Die fehlenden Puzzleteile
Noch immer fehlt der Kontakt zu zahlreichen ehemaligen Mitschülern. Gesucht werden unter anderem:
- Reinhard N.
- Wolfgang W.
- Peter A.
- Günter B.
- Hans-Jürgen D.
- Jürgen G.
- Ingo J.
- Klaus-Dieter L.
- Helga G.
- Elke S.
- Helga S.
- Giesela Q.
- Annelie R.
- Monika T.
- Peter G.
- Christel S.
- Giesela G.
- Hannelore D.
- Monika H.
Das Klassentreffen ist für Sonnabend, den 29. August 2026, geplant. Beginn ist um 17 Uhr im "Lindengarten" in der Lübecker Straße in Schwerin. Hinweise zum Verbleib ehemaliger Mitschüler oder Anmeldungen nehmen Harry Hahnfeldt unter der Telefonnummer 0172 3194848 sowie Elvira Rahner-Griffel unter 0175 8637083 entgegen.
Sechzig Jahre nach dem gemeinsamen Schulabschluss hoffen die Organisatoren, dass sich möglichst viele der ehemaligen Klassenkameraden wiederfinden werden. Die Suche nach den verlorenen Verbindungen geht weiter – ein Stück lebendige Stadtgeschichte, die wieder zusammengeführt werden möchte.



