Landfrauen setzen Zeichen gegen häusliche Gewalt mit handgefertigten Decken
Ein bewegendes Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls haben Landfrauen aus der Uecker-Randow-Region gesetzt. Anlässlich des Internationalen Frauentages übergaben sie liebevoll per Hand angefertigte Decken an die DRK-Beratungsstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt. Diese besondere Geste soll nicht nur physische Wärme spenden, sondern vor allem emotionale Unterstützung und das Gefühl vermitteln, gehalten und umarmt zu sein.
Projekt mit landesweiter Resonanz
Die Initiative entstammt dem Landfrauenverband Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Mit Nadel und Faden gegen das Schweigen: Landfrauen schenken Wärme“. Seit September 2025 wurden landesweit bereits mehr als 150 Decken gefertigt, wobei allein im Kreisverband Uecker-Randow 40 Stück entstanden sind. Von diesen wurden nun 14 Exemplare symbolisch an die Beratungsstelle übergeben. Claudia Flemming, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Uecker-Randow, betonte: „Eine Decke kann Trost spenden, wenn Worte fehlen. Sie ist ein Symbol für Schutz, Geborgenheit und Mitgefühl.“
Breite Unterstützung durch Ehrenamtliche
Der Aufruf der Landfrauen fand laut Flemming eine beeindruckende Resonanz. Nicht nur Vereinsmitglieder aus verschiedenen Ortsgruppen beteiligten sich aktiv, sondern auch zahlreiche Ehrenamtliche engagierten sich tatkräftig. „Für viele Frauen ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit. Beim Stricken und Nähen dachten sie oft an die unbekannten Empfängerinnen und wünschten ihnen Mut und Kraft“, erklärte die Vorsitzende. Die Zusammenarbeit mit der DRK-Beratungsstelle unterstreiche dabei die Bedeutung eines starken Netzwerks im Kampf gegen häusliche Gewalt.
Beratungsstelle betreute 60 Neufälle im Jahr 2025
Annika Wilß, Leiterin der DRK-Beratungsstelle in Pasewalk, hob die gesellschaftliche Relevanz der Aktion hervor: „Häusliche Gewalt betrifft Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten. Umso wichtiger ist es, das Thema aus der Tabuzone zu holen und Solidarität sichtbar zu machen.“ Im vergangenen Jahr wurden von ihrer Einrichtung 60 Neufälle betreut, darunter 58 Frauen und zwei Männer. Elf Personen hätten sich zudem erneut vorgestellt. Die Initiative der Landfrauen zeige eindrucksvoll, wie Mitgefühl und gemeinschaftliches Handeln Betroffenen helfen können, den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.



