A14-Ausbau bei Wittenberge schreitet voran: Elbbrücke nimmt Gestalt an
A14-Ausbau bei Wittenberge: Elbbrücke nimmt Gestalt an

A14-Baufortschritt bei Wittenberge: Elbbrücke wächst, Karstädt-Abschnitt lässt auf sich warten

Die Bauarbeiten an der Autobahn A14 im Abschnitt zwischen Seehausen in Sachsen-Anhalt und Wittenberge in Brandenburg schreiten mit beachtlichem Tempo voran. Nach einem schneereichen Winter, der die Arbeiten zeitweise einschränkte, laufen die Aktivitäten nun wieder mit voller Intensität. Ralf-Peter Regner, Baubevollmächtigter der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), bestätigte bei einem Ortstermin, dass trotz der winterlichen Bedingungen keine Verzögerungen eingetreten sind.

Elbbrücke bei Wittenberge nimmt konkrete Formen an

Ein zentrales Element des Bauprojekts ist die neue, über einen Kilometer lange Elbbrücke bei Wittenberge. Hier montieren die Arbeiter derzeit sogenannte Multifunktionswände, die unter anderem als Schallschutz dienen. Parallel laufen Abdichtungsarbeiten, und die Kappen auf der Strombrücke werden betoniert. Zuletzt wurden die Fahrbahnübergangskonstruktionen an den nördlichen und südlichen Enden der Brücke eingebaut, was einen wichtigen Meilenstein darstellt.

Neben der Brücke entsteht an einem neuen Kreisverkehr auf der B189 an der Kreuzung zur B195 die künftige Autobahnauffahrt Wittenberge. Im weiteren Streckenverlauf schließen Erdbauarbeiten vorhandene Lücken im Fahrbahndamm, während Oberbau- und Asphaltarbeiten an der Fahrbahn sowie die Herstellung von Lärmschutzwänden vorangetrieben werden.

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Teilfreigabe für August 2026 geplant

Laut Ralf-Peter Regner soll die Fahrbahn Richtung Schwerin zwischen den Anschlussstellen Seehausen und Wittenberge bereits Ende August 2026 einspurig für den Autoverkehr befahrbar sein. Bis dahin müssen jedoch noch Markierungsarbeiten erledigt, Verkehrsschilder aufgestellt und Fahrzeugrückhaltesysteme installiert werden. Während dieser Übergangszeit wird der etwa elf Kilometer lange Abschnitt nicht als Autobahn ausgewiesen, sondern vorübergehend als Bundesstraße weitergeführt.

Die endgültige Fertigstellung des gesamten Autobahnabschnitts ist für Ende 2027 vorgesehen. Parallel dazu laufen auf der B189 in Wittenberge bereits zahlreiche Arbeiten, darunter die Fertigstellung der Autobahnauffahrt und der Bau eines weiteren Kreisverkehrs auf Höhe des Krähenstückenwegs mit Anbindung an das Gewerbegebiet Nord.

Erleichterung für Anwohner der nördlichen Altmark

Eine positive Nachricht gibt es für die Bewohner in der nördlichen Altmark, insbesondere in Orten wie Geestgottberg, Wahrenberg oder Beuster. Das Infrastrukturministerium Sachsen-Anhalt teilte mit, dass im Zuge des geplanten Ersatzneubaus der alten Elbbrücke im Verlauf der B189 nördlich von Geestgottberg eine temporäre Behelfszu- und -abfahrt eingerichtet wird. Diese Lösung verhindert größere Umwege, die viele Anwohner befürchtet hatten, und erspart ihnen die Fahrt bis zur Auffahrt Seehausen-Nord.

Geduld für den Abschnitt Wittenberge-Karstädt erforderlich

Während die Bauarbeiten im aktuellen Abschnitt zügig voranschreiten, müssen sich alle, die auf den noch fehlenden Teil der A14 von Wittenberge bis Karstädt hoffen, deutlich länger gedulden. Laut einer Ausschreibung der Deges ist die Verkehrsfreigabe für diesen Bauabschnitt erst für Ende 2032 vorgesehen.

Die lange Wartezeit hat unter anderem mit der aktuellen Bahnsperrung zu tun. Auf dem Abschnitt sind Brückenbauarbeiten für einen Grünbrückenzug und einen Faunabrückenzug über die Bahnstrecke Hamburg-Berlin erforderlich. Wesentliche Arbeiten an den Überbauten können nur ausgeführt werden, wenn die Strecke für einen bestimmten Zeitraum vollständig gesperrt ist.

Lutz Günther, Pressesprecher der Deges, erklärte dazu: „Uns ist bekannt, dass für diesen Hochleistungskorridor der DB InfraGO AG nach dem Abschluss der laufenden Generalsanierung ein Bauverbot von fünf Jahren gilt.“ Die Generalsanierung, die ursprünglich im April 2026 beendet werden sollte, wurde kürzlich bis Mitte Mai 2026 verlängert.

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„Weitere Beantragungen für Sperrpausen können daher erst ab Mitte 2031 mit einer Genehmigung rechnen“, so Günther weiter. Dieser Zusammenhang zwischen dem Ende der aktuellen Sperrpause und dem Bau der beiden Brückenzüge sei bei der Terminfindung für eine mögliche Verkehrsfreigabe zwingend zu berücksichtigen. Die in der Ausschreibung genannten Termine seien jedoch vorsorglich weit gefasst. „Eine frühere Umsetzung der Bauwerke wird angestrebt“, betonte der Deges-Sprecher.