Spritpreise steigen: ADAC Südbayern gibt Tipps für effizienteres Fahren
Die aktuellen Spritpreise treffen das Autoland Deutschland besonders hart. Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Tankpreise hierzulande doppelt so stark angestiegen wie in anderen europäischen Ländern. Die Bundesregierung plant zwar, Preiserhöhungen bei Tankstellen nur einmal täglich zuzulassen. Doch der ADAC Südbayern geht nicht davon aus, dass diese Maßnahme zu spürbaren Entlastungen führt.
Statt auf politische Interventionen zu warten, gibt Europas größter Automobilclub praktische Ratschläge, wie Autofahrer ihren Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren können. Wer diese Empfehlungen befolgt, kann seinen Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent senken – und muss entsprechend seltener zur Tankstelle fahren.
Fahrverhalten optimieren: Der größte Hebel für weniger Verbrauch
Der ADAC Südbayern betont, dass bereits kleine Veränderungen im täglichen Fahrverhalten erhebliche Einsparungen ermöglichen. Die wichtigsten Tipps:
- Früh hochschalten und niedrige Drehzahlen nutzen: Moderne Autos verfügen über hilfreiche Schalt- und Verbrauchsanzeigen, die Fahrer dabei unterstützen.
- Unnötiges Bremsen vermeiden: Wer frühzeitig auf den Verkehr reagiert, muss weniger stark beschleunigen – und verbraucht dadurch weniger Kraftstoff.
- Bei Automatikgetrieben den Eco-Modus aktivieren: Dieser optimiert automatisch den Verbrauch.
- Motor bei längeren Standzeiten abschalten: Bereits ab 20 Sekunden Stillstand lohnt sich das Abstellen des Motors, selbst ohne Start-Stopp-Automatik.
- Längere Strecken bevorzugen: Kalte Motoren verbrauchen deutlich mehr Sprit, während auf langen Fahrten der Kraftstoff effizienter verbrannt wird.
Extras reduzieren und Fahrzeuggewicht minimieren
Viele Autofahrer unterschätzen den Einfluss von Zusatzausstattung und zusätzlichem Gewicht auf den Spritverbrauch. Der ADAC Südbayern warnt:
- Standheizung und Klimaanlage: Diese Komfortextras können den Verbrauch je nach Modell um 0,3 bis 1,5 Liter pro 100 Kilometer erhöhen.
- Dachboxen und Fahrradträger: Sie machen das Auto nicht nur schwerer, sondern verschlechtern auch die Aerodynamik erheblich. Der ADAC empfiehlt, sie nach Gebrauch umgehend abzumontieren.
- Zusatzgewicht: Bereits 100 Kilogramm zusätzliche Ladung verursachen bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometern.
Der aktuelle Frühling bietet hier einen Vorteil: Da es weder klirrend kalt noch sommerlich heiß ist, können Autofahrer vorübergehend auf Heizung und Klimaanlage verzichten.
Fahrzeug in optimalem Zustand halten
Regelmäßige Wartung und richtige Einstellungen tragen wesentlich zu einem geringeren Spritverbrauch bei. Der ADAC Südbayern empfiehlt konkret:
- Reifendruck korrekt einstellen: Zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand und damit den Energiebedarf zum Vorankommen.
- Energiesparreifen nutzen: Diese speziellen Reifen mit optimierten Gummimischungen und Laufflächenstrukturen minimieren den Rollwiderstand.
- Regelmäßige Wartung durchführen: Saubere Luftfilter, intakte Zündkerzen und moderne Leichtlauföle sorgen für eine effizientere Verbrennung und weniger Reibung im Motor.
Durch diese Maßnahmen lässt sich sicherstellen, dass der Motor optimal arbeitet und weniger Kraftstoff für dieselbe Leistung benötigt. Der ADAC Südbayern betont, dass die Kombination aller genannten Tipps die größte Wirkung erzielt – und so tatsächlich Einsparungen von bis zu 20 Prozent möglich macht.



