Bahn-Chaos auf Südstrecke: Internationale Verbindungen nach München massiv beeinträchtigt
Bahn-Chaos auf Südstrecke: Internationale Verbindungen betroffen

Massive Beeinträchtigungen auf Bahnstrecke München–Allgäu

Seit mehreren Tagen kommt es auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen München und Buchloe zu erheblichen Einschränkungen. Nun verschärft sich die Situation zusätzlich: Wegen umfangreicher Bauarbeiten können an einem kritischen Abschnitt vorübergehend gar keine Züge mehr verkehren. Die Deutsche Bahn hat umfangreiche Umleitungen und Ersatzverkehre eingerichtet, die jedoch zu erheblichen Verzögerungen für Reisende führen.

Internationale Verbindungen stark betroffen

Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf internationale Verbindungen. Die Eurocity-Express-Züge zwischen München und Zürich fahren aus der Schweiz kommend nur noch bis Lindau-Reutin. Die wichtigen Halte in München, Buchloe und Memmingen entfallen komplett. Für diese Strecke setzt die Bahn Ersatzbusse ein, deren Fahrplan auf die internationalen Züge abgestimmt ist. Auch in umgekehrter Richtung enden die Eurocity-Express-Züge aus Zürich bereits früher als gewohnt.

Regionale Verbindungen komplett umorganisiert

Für zahlreiche Regionalverbindungen gelten umfangreiche Ausfälle und Ersatzregelungen:

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  • RB74 (München–Buchloe) und RE70 (München–Kempten–Lindau): Diese Linien entfallen zwischen München und Geltendorf beziehungsweise zwischen Fürstenfeldbruck und Geltendorf. Expressbusse überbrücken die Strecke ohne Zwischenhalt.
  • RE72 und RE96 (München–Memmingen–Lindau): Die von Arverio betriebenen Züge fallen zwischen Buchloe und München aus. Expressbusse verkehren ohne Halt zwischen München Hauptbahnhof und Buchloe.
  • RB68 (München–Kaufbeuren–Füssen): Die Bayerische Regiobahn endet in Geltendorf. Pendelzüge mit Halt in Kaufering sollen im Stundentakt verkehren.
  • RB67 (Augsburg–Schongau): Zwischen Geltendorf und Schondorf müssen Reisende auf Busse umsteigen.

S-Bahn-Verkehr eingeschränkt

Auch die Münchner S-Bahn-Linie S4 ist von den Bauarbeiten betroffen. Die Züge aus München fahren nur noch bis Grafrath und wenden dort. Für die Weiterfahrt nach Geltendorf stehen Ersatzbusse bereit, die jedoch etwa 25 Minuten länger benötigen als die regulären S-Bahnen. Die Abfahrtszeiten sind auf den S-Bahn-Takt abgestimmt.

Hintergrund der Bauarbeiten

Die umfangreichen Maßnahmen sind notwendig, weil die Schieneninfrastruktur auf der Strecke zwischen München und Buchloe in die Jahre gekommen ist. Bereits seit dem 7. Februar mussten Züge an mehreren Stellen deutlich langsamer fahren. Durch den Einbau von vier neuen Weichen im Bahnhof Geltendorf soll zumindest an dieser Stelle die sogenannte Langsamfahrstelle beseitigt werden, wo Züge zuletzt nur noch mit Tempo 20 fahren durften.

„Diese Maßnahme ist ein erster wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Betriebs“, teilte die Bahn mit. Die Infrastrukturtochter plane, auch die übrigen Langsamfahrstellen auf der Strecke im Laufe des Jahres zu beseitigen.

Praktische Hinweise für Reisende

Wegen der kurzfristigen Fahrplanänderungen empfiehlt die Deutsche Bahn allen Reisenden, ihre Verbindungen kurz vor Antritt der Fahrt noch einmal zu überprüfen. Die Änderungen sind möglicherweise nicht in allen Online-Auskünften vollständig erfasst. Nutzen Sie den DB Navigator oder informieren Sie sich direkt bei den betroffenen Verkehrsunternehmen Arverio und Bayerische Regiobahn.

Die Bauarbeiten im Bahnhof Geltendorf dauern voraussichtlich bis zum 4. März an. In dieser Zeit müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Umwege und längere Reisezeiten einstellen.

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