Gemeinsame Streifen von Bahn und Bundespolizei am Dresdner Hauptbahnhof starten
Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei gehen am Dresdner Hauptbahnhof künftig gemeinsam auf Streife. Diese neue Kooperation soll für mehr Sicherheit und Sauberkeit an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Sachsen sorgen. Die Streifen bestehen jeweils aus zwei Beamten der Bundespolizei und Mitarbeitern von DB Sicherheit, die gemeinsam durch den Bahnhof patrouillieren.
Visitenkarte der Bahn mit hohen Sicherheitsstandards
„Die Bahnhöfe sind unsere Visitenkarten“, betonte Bahnhofsmanager Heiko Klaffenbach. Er verwies darauf, dass das subjektive Sicherheitsgefühl im Dresdner Hauptbahnhof bereits sehr hoch sei. Der Bahnhof sei hell, sauber und mit modernster Videotechnik ausgestattet. Sicherheitskräfte seien stets präsent. Dennoch gelte es, die Sicherheit kontinuierlich weiter zu verbessern und an die steigenden Passagierzahlen anzupassen.
Zunahme an Gewaltdelikten im vergangenen Jahr
Sowohl die Deutsche Bahn mit ihrem Bereich Sicherheit als auch die Bundespolizei hatten im Jahr 2025 die Zahl ihrer Streifen im Hauptbahnhof deutlich erhöht. Diese verstärkte Präsenz führte dazu, dass mehr Delikte erfasst wurden. Im vergangenen Jahr wurden 170 Gewaltdelikte registriert, während es 2024 noch 151 entsprechende Fälle waren. Die gemeinsamen Streifen sollen nun effizienter auf solche Vorfälle reagieren können.
Verschmelzung von Zuständigkeiten erhöht Wirkungsgrad
„Egal, in welchem Bereich wir uns mit den gemeinsamen Streifen aus Bundespolizei und DB Sicherheit bewegen, es ist immer jemand zuständig“, erklärte Stephan John, Regionalbereichsleiter Südost bei DB Sicherheit. Die unterschiedlichen Zuständigkeitsbereiche beim Hausrecht der Bahn und dem Strafrecht würden durch die Kooperation verschmelzen. Dadurch könne man in jeder Situation agieren und der Wirkungsgrad der Streifen werde deutlich erhöht.
Modernste Videotechnik und schnelle Reaktionen
„Sicherheit am Dresdner Hauptbahnhof ist für uns kein statischer Zustand, sondern ein Versprechen, das wir täglich neu einlösen“, betonte Sebastian Reinke, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Dresden. Gerade im Frühjahr mit steigenden Fahrgastzahlen seien die gemeinsamen Streifen eine optimale Maßnahme. Der gezielte Einsatz modernster Videotechnik schaffe nicht nur ein verlässliches Sicherheitsgefühl für alle Reisenden, sondern garantiere im Bedarfsfall auch schnelle Reaktionszeiten.
Zentraler Verkehrsknotenpunkt mit hohem Passagieraufkommen
Der Dresdner Hauptbahnhof gilt als zentraler Verkehrsknotenpunkt, der täglich von mehr als 60.000 Passagieren genutzt wird. Über 400 Züge bedienen die Station täglich, darunter:
- Regional- und S-Bahn-Verbindungen
- Fernverkehrsverbindungen wie ICE und IC
Diese hohe Frequentierung unterstreicht die Bedeutung der neuen Sicherheitsmaßnahmen, um den Bahnhof als sicheren und sauberen Ort für alle Reisenden zu erhalten.



