Stark alkoholisierter Mann löst massiven Bahnstillstand auf wichtiger Strecke aus
Ein schwer betrunkener Mann hat am Dienstag, dem 10. Februar, den gesamten Bahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Halle und Magdeurg für eine halbe Stunde komplett zum Erliegen gebracht. Der Vorfall ereignete sich am Haltepunkt Weißandt-Gölzau, wo der alkoholisierte Mann in die Gleise stürzte und damit eine große Verkehrsstörung verursachte.
Alarmierende Meldung aus der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn
Gegen 17.30 Uhr erreichte die Bundespolizei in Magdeurg eine dringende Meldung aus der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Mehrere Lokführer vorbeifahrender Züge hatten einen augenscheinlich stark alkoholisierten Mann gemeldet, der sich zunächst in unmittelbarer Nähe der Gleise aufhielt und kurz darauf direkt in den Gleisbereich stürzte. Aufgrund dieser gefährlichen Situation wurde der Zugverkehr sofort und vollständig eingestellt, um mögliche Unfälle zu verhindern.
Schneller Einsatz von Bundespolizei und lokalen Streifen
Eine Streife des Bundespolizeireviers Halle rückte umgehend mit Blaulicht und Martinshorn zum Bahnhof Weißandt-Gölzau aus. Parallel dazu wurde eine Streife vom Polizeirevier Bitterfeld alarmiert, die bereits vor Ort war, als die Bundespolizei eintraf. Die Beamten konnten den betrunkenen Mann wenig später auf einer nahegelegenen Straße auffinden, wo er stark torkelnd unterwegs war.
Hoher Promillewert und rechtliche Konsequenzen
Der 22-jährige Mann, der die ukrainische Staatsangehörigkeit besitzt, wurde umgehend in Schutzgewahrsam genommen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen extrem hohen Wert von 1,58 Promille. Nach der Erstversorgung durch den herbeigerufenen Rettungsdienst wurde der Betroffene in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Gegen den Gefahrenverursacher wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, da er gegen die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung verstoßen hatte.
Massive Verspätungen und Wiederaufnahme des Betriebs
Die zeitweise gesperrte Bahnstrecke konnte erst um 18 Uhr durch den zuständigen Notfallmanager wieder freigegeben werden. Die Sperrung führte bei insgesamt sieben Zügen zu erheblichen Verspätungen, die sich auf insgesamt 158 Minuten summierten. Dieser Vorfall unterstreicht die gravierenden Auswirkungen, die solche Zwischenfälle auf den Bahnverkehr haben können.



