Spritpreise in Deutschland erreichen Rekordniveau - Nur Niederlande noch teurer
Deutschland bei Spritpreisen fast teuerstes Nachbarland (15.03.2026)

Spritpreise in Deutschland erreichen neue Rekordwerte

Die Spritpreise in Deutschland haben in den vergangenen Tagen für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt und immer neue Höchststände erreicht. Ein aktueller Vergleich mit den direkten Nachbarstaaten offenbart nun, wie weit die Preiswelle bereits reicht und welche Position Deutschland im europäischen Vergleich einnimmt.

Deutschland in der Spitzengruppe der teuren Tankländer

Nach aktuellen Angaben des ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis am Dienstagmorgen, dem 10. März 2026, bei 2,095 Euro je Liter Super E10 und 2,237 Euro je Liter Diesel. Bereits am Montag hatte der Tagesdurchschnitt für Super E10 erneut die psychologisch wichtige Zwei-Euro-Marke überschritten. Die anhaltenden Turbulenzen am internationalen Ölmarkt, die maßgeblich auf den Iran-Krieg zurückzuführen sind, machen sich weiterhin deutlich bemerkbar und treiben die Preise kontinuierlich nach oben.

Nur die Niederlande liegen noch höher

Im Vergleich mit allen direkten Nachbarstaaten gehört Deutschland damit eindeutig zur absoluten Spitzengruppe der teuren Tankländer. Noch höhere Preise werden nach den aktuell verfügbaren Werten lediglich in den Niederlanden verzeichnet. Der niederländische Automobilclub ANWB meldete am 10. März einen landesweiten Durchschnitt von 2,453 Euro für Super 95 und 2,519 Euro für Diesel. Damit sind die Niederlande das einzige Nachbarland, in dem das Tanken noch teurer ist als in der Bundesrepublik.

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Deutliche Preisunterschiede zu anderen Nachbarländern

Andere Nachbarstaaten weisen teilweise erheblich niedrigere Spritpreise auf:

  • In Österreich lag der landesweite Median laut ÖAMTC zuletzt bei 1,493 Euro für Super und 1,551 Euro für Diesel.
  • In Luxemburg kosteten Super 95 und Diesel an der Grenzstation Wasserbillig am 6. März laut dpa-Angaben 1,52 Euro beziehungsweise 1,69 Euro pro Liter.
  • Für die Schweiz weist der Touring Club Schweiz (TCS) am 10. März 1,74 Schweizer Franken für Benzin und 1,95 Schweizer Franken für Diesel aus.
  • Belgien bleibt ebenfalls unter dem deutschen Niveau mit amtlichen Maximalpreisen von 1,606 Euro für Benzin E10 und 1,708 Euro für Diesel B7.

Frankreich und Polen ebenfalls günstiger

Selbst Frankreich, wo die Spritpreise nach der Nahost-Eskalation ebenfalls deutlich angezogen haben, liegt noch unter dem aktuellen deutschen Preisniveau. Der durchschnittliche Preis für SP95-E10 wurde dort am 6. März mit 1,82 Euro je Liter angegeben, für Diesel mit 1,98 Euro. Auch in Polen ist das Tanken nach verschiedenen Vergleichswerten deutlich günstiger als in Deutschland.

Klare Tendenz trotz unterschiedlicher Stichtage

Der Befund ist damit eindeutig: Beim Tanken ist Deutschland derzeit fast so teuer wie kein anderes Nachbarland. Einzige Ausnahme bilden die Niederlande, die noch höhere Preise aufweisen. Es ist fairerweise anzumerken, dass die Vergleichswerte nicht überall vom exakt selben Stichtag stammen, doch sie zeigen alle dieselbe klare Richtung und Tendenz. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und ihre Auswirkungen auf den Ölmarkt lassen keine baldige Entspannung der Preissituation erwarten.

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