Grüne fordern Radschnellweg nach Fürstenfeldbruck und Bundesmittel für Giesinger Brücke
Grüne fordern Radschnellweg und Bundesmittel für Brücke

Grüne fordern neuen Radschnellweg nach Fürstenfeldbruck und Geld aus Berlin für Radlbrücke in Giesing

Die Grünen-Fraktion im Münchner Stadtrat, gemeinsam mit der Rosa Liste und Volt, hat ambitionierte Pläne für den Radverkehr in der bayerischen Landeshauptstadt vorgelegt. Im Fokus stehen dabei ein durchgehender Radweg vom Hauptbahnhof bis nach Pasing sowie ein neuer Radschnellweg in Richtung Puchheim und Fürstenfeldbruck. Gleichzeitig fordern die Grünen Bundesmittel für den Bau einer Fuß- und Fahrradbrücke am Giesinger Berg, während die CSU alternative Finanzierungswege vorschlägt.

Durchgehende Radverbindung nach Pasing und Radschnellweg nach Fürstenfeldbruck

Die Grünen kritisieren, dass die Radwege auf der südlichen Seite der Bahnstrecke in Richtung Pasing weiterhin nur stückweise ausgebaut sind. Um dies zu ändern, wollen sie die Planungen vorantreiben und schlagen zur Querung der Bahngleise im Bereich der Barthstraße entweder eine neue Unterführung oder einen neuen Radweg über die Landsberger Straße vor. „Damit die Verkehrswende gelingt, müssen wir dranbleiben und dafür sorgen, dass auch weitere Strecken bis zur Stadtgrenze und darüber hinaus einfach radelbar werden“, erklärt Grünen-Stadtrat Florian Schönemann.

Für den Radschnellweg nach Fürstenfeldbruck schlagen die Grünen vor, den Abschnitt der Eichenauer Straße zwischen Aubing und Puchheim testweise zur Fahrradstraße umzuwidmen. Dies soll den Radverkehr in der Region deutlich verbessern und eine schnelle Verbindung für Pendler schaffen.

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Finanzierungsstreit um die Giesinger Brücke

Einig sind sich die Fraktionen der CSU und der Grünen, dass die Fuß- und Fahrradbrücke am Giesinger Berg gebaut werden sollte. Die geplante Route würde vom „Am Bergsteig“ auf das Plateau der Heilig-Kreuz-Kirche über den Giesinger Berg zur Bergstraße an der Isarhangkante führen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der Finanzierungsfrage.

Die Grünen fordern in einem Antrag, dass Oberbürgermeister Dieter Reiter die Finanzierung des Baus aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität beantragt. „Wir brauchen dringend Bundesmittel, um solche wichtigen Projekte für den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit umzusetzen“, so ein Sprecher der Grünen.

Die CSU hingegen fordert, dass die Stadt München die Radlbrücke selbst bauen und dafür auf den Umbau des Giesinger Bergs und der Martin-Luther-Straße verzichten soll. „Wir fordern diesen Lückenschluss seit Jahren, doch die grün-rote Stadtregierung hat sich entschieden, das Projekt nicht zu finanzieren“, kritisiert CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl. „Stattdessen wurden Millionenbeträge für den unnötigen Umbau funktionierender Straßen verschwendet.“

Die Debatte zeigt, dass trotz grundsätzlicher Einigkeit über die Notwendigkeit der Brücke die politischen Lager in der Finanzierungsfrage weit auseinanderliegen. Während die Grünen auf Bundesmittel setzen, plädiert die CSU für städtische Prioritätenverschiebungen.

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