Let's Dance-Star Gabriel Kelly: 13-stündiger Horror-Trip mit der Bahn von Hamburg nach Greifswald
Let's Dance-Star: 13-stündiger Bahn-Horror von Hamburg nach MV

Let's Dance-Star erleidet 13-stündigen Bahn-Albtraum von Hamburg nach Greifswald

Gabriel Kelly, der älteste Sohn des Musikers Angelo Kelly und Gewinner der RTL-Tanzshow „Let's Dance“ aus dem Jahr 2024, wollte eigentlich nur eine kurze Heimreise von Hamburg nach Greifswald antreten – seiner neuen Wahlheimat in Mecklenburg-Vorpommern. Doch was als einfache Fahrt geplant war, entwickelte sich zu einer 13-stündigen Horror-Odyssee mit der Deutschen Bahn. „Ich bin selber Schuld, dass ich mit der Bahn fahre“, resümierte Kelly sarkastisch in einer Instagram-Story, in der er seinen Leidensweg schilderte. Normalerweise benötigt man für diese Strecke mit dem Auto lediglich etwa zweieinhalb Stunden.

Schienenersatzverkehr und Zugausfälle als Hauptprobleme

Um 12 Uhr mittags startete Kelly seine Reise in Hamburg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachts um 1 Uhr erreichte er endlich sein Ziel in Greifswald. Schuld an dieser extremen Verzögerung waren laut Kelly zahlreiche Zugausfälle auf der Strecke. Ein vermeintlicher Direktzug, der zunächst Hoffnung machte, entpuppte sich als weitere Enttäuschung: Auf halber Strecke wurde auf Schienenersatzverkehr umgestiegen, was die Reisezeit um über zwei Stunden zusätzlich verlängerte. „Ja endlich, ein Zug der durchfährt“, hatte Kelly sich zunächst gefreut, nur um dann bitter enttäuscht zu werden.

Umweltbewusste Entscheidung mit bitteren Folgen

Auf die Frage eines Fans, warum er nicht einfach das Auto genommen habe, antwortete Kelly: „Doch doch, ich habe ein Auto. Ich bin nur selbst schuld, dass ich mit der Deutschen Bahn fahre.“ Er erklärte, dass er mit seiner Entscheidung für die Bahn der Umwelt etwas Gutes tun wollte. „Aber 13 Stunden von Hamburg nach Greifswald ist nicht lecker“, betonte er nachdrücklich. Diese Erfahrung wirft ein grelles Licht auf die Herausforderungen des umweltfreundlichen Reisens in Deutschland.

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Wiederkehrendes Problem an der Ostsee

Dass Züge von Berlin oder Hamburg an die Ostsee in den Sommermonaten häufig ausfallen, ist kein neues Phänomen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu extrem langen Ausfällen und Verspätungen. Auf den Linien RE5 (von Berlin nach Rostock) und RE1 (von Hamburg nach Rostock) mussten Fahrgäste in jüngster Zeit sogar am Bahnsteig zurückbleiben, weil die verbleibenden Züge hoffnungslos überfüllt waren. Jutta Wegner, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, kritisiert im Nordkurier die Landesregierung scharf: „Doch jedes Jahr erleben wir, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern nicht ausreichend zusätzliche Zugkapazitäten bestellt.“

Keine schnelle Lösung in Sicht

Es sei vorhersehbar, dass an Feiertagen, langen Wochenenden oder in den Ferien deutlich mehr Menschen mit der Bahn reisen. Dennoch fehlen nach wie vor angemessene Planungen und Ressourcen. Eine schnelle Lösung für das jährliche Bahn-Drama an der Ostsee ist laut Experten nicht in Sicht. Für Gabriel Kelly bleibt daher vorerst wohl nur eine praktikable Alternative: die Fahrt mit dem eigenen Auto. Sein Horror-Trip steht exemplarisch für die anhaltenden infrastrukturellen Probleme im deutschen Schienenverkehr, besonders in touristisch stark frequentierten Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern.

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