Loitz setzt auf mehr Zebrastreifen für erhöhte Sicherheit
In der Kleinstadt Loitz wird derzeit intensiv über die Zukunft der Fußgängerüberwege entlang der Landesstraße L261 diskutiert. Anders als in vielen Kommunen, die solche Einrichtungen reduzieren, plant Loitz sogar eine Erhöhung der Zahl seiner Zebrastreifen. Auslöser der Debatte sind der sanierungsbedürftige Zustand eines bestehenden Überwegs in der Greifswalder Straße und die Neugestaltung eines weiteren am Steintor.
Verkehrsschau zeigt dringenden Handlungsbedarf auf
Eine kürzlich durchgeführte Verkehrsschau mit den zuständigen Behörden hat deutlich gemacht, dass der Zebrastreifen in der Greifswalder Straße dringend modernisiert werden muss. Die gute Nachricht für die Stadtkasse: Für die Planung, Umsetzung und Finanzierung dieser Verkehrseinrichtungen entlang der Hauptroute durch das Zentrum ist das Straßenbauamt Neustrelitz verantwortlich. Die Kosten für die Modernisierung werden auf etwa 12.000 Euro geschätzt.
Komplexe Straßenführung der L261 durch Loitz
Die Landesstraße 261 durchquert Loitz auf verschlungenen Wegen. Vom anderen Ufer der Peene kommend, verläuft sie nach der Brücke parallel zum Bollwerk, überquert den Mühlenteich und führt durch die Schlossbergstraße bis zur Goethestraße. Am Postberg biegt sie in die Greifswalder Straße ein und teilt sich am sogenannten kleinen Markt: Ein Strang schließt über die Peenestraße die Lücke zum Fluss, der andere bindet über die Breite Straße und Marktstraße zur westlichen Stadtzufahrt von der B194 an.
Einstimmiges Votum für Erhalt des bestehenden Überwegs
Der Bauausschuss der Stadt Loitz hat sich einstimmig für den Erhalt des vorhandenen Fußgängerüberwegs in der Greifswalder Straße ausgesprochen. Die Begründung: Die Fahrbahn ist dort besonders breit und stark befahren, und in der Nähe befinden sich häufig genutzte Geschäfte sowie das Kompetenzzentrum als wichtige Anlaufpunkte für die Bürger.
Gleichzeitig empfahl das Gremium die Einrichtung eines dritten Zebrastreifens im Zusammenhang mit dem neu entstehenden Generationen-Quartier an der Breiten Straße, das ein medizinisches Versorgungszentrum umfassen wird. Dieses Quartier wird voraussichtlich neue Personenströme zu Parkmöglichkeiten und öffentlichen Einrichtungen mit sich bringen.
Fragen zur Genehmigungsfähigkeit und alternative Standorte
Allerdings stellen sich Fragen zur Genehmigungsfähigkeit eines weiteren Zebrastreifens aufgrund der kurzen Abstände zu den nächsten Kurven. Das Gremium diskutierte daher die Möglichkeit, den Überweg gegebenenfalls etwas versetzt in Richtung Markt zu verlegen. Zudem wurde ein möglicher Handlungsbedarf am anderen Ende der Ortsdurchfahrt in der Goethestraße thematisiert.
Besondere Herausforderung in der Goethestraße
In der viel befahrenen Goethestraße, die durch am Rand abgestellte Fahrzeuge teilweise schwer einsehbar ist, könnte eine zusätzliche Schutzzone für Fußgänger sinnvoll sein. Allerdings handelt es sich ab der Einmündung Schlossbergstraße stadtauswärts um eine Gemeindestraße, was bedeutet, dass die Stadt Loitz hier selbst für die Kosten aufkommen müsste.
Die Verwaltung erhielt daher den Auftrag zu prüfen, was alternativ die Einrichtung und der Erhalt einer neuen Bedarfsampel kosten würden. Ein solches Exemplar existiert in der Goethestraße bereits auf Höhe des Schulzentrums.
Entscheidung durch die Stadtvertretung steht bevor
Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat die Stadtvertretung von Loitz. Das Thema soll in der nächsten Sitzung des Gremiums behandelt werden, die derzeit für Ende März geplant ist. Die Debatte zeigt, wie eine Kleinstadt aktiv die Verkehrssicherheit für Fußgänger verbessern will, auch wenn dabei praktische und finanzielle Herausforderungen zu bewältigen sind.



