Münchner Norden rüstet sich für mehr Radverkehr: Domagkstraße wird umgebaut
Direkt nach den Osterfeiertagen starten in München umfangreiche Bauarbeiten, die den Rad- und Fußverkehr in der Domagkstraße deutlich verbessern sollen. Ab Dienstag, dem 7. April 2026, beginnt das Baureferat mit den ersten Maßnahmen im nördlichen Stadtteil, die bis Mitte 2028 abgeschlossen sein sollen.
Mehr Sicherheit und Komfort für alle Verkehrsteilnehmer
Die 1,5 Kilometer lange Domagkstraße verbindet die Leopoldstraße mit der Ungererstraße und erschließt die Parkstadt Schwabing. Bisher waren die Verkehrsanlagen für den wachsenden Radverkehr nicht mehr angemessen. „Mit dem Umbau erhöhen wir die Sicherheit und den Komfort für alle, die hier zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus unterwegs sind“, erklärt Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer.
Die bisherige Infrastruktur mit schmalen Fuß- und Radverkehrsanlagen entspricht nicht mehr dem aktuellen Mobilitätsverhalten. Breitere Gehwege, sichere Radwege und neue barrierefreie Haltestellen sollen fortan die Verkehrssituation deutlich verbessern.
Konkrete Maßnahmen bis 2028
Bis Mitte 2028 werden in verschiedenen Abschnitten zwischen Leopoldstraße und Ungererstraße beidseitig bauliche Radwege angelegt und die vorhandenen Gehwege ausgebaut. Die Radwegbreiten werden überwiegend 2,5 Meter betragen, mit einem 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen zum Autoverkehr.
Zusätzlich zu den Rad- und Gehwegen umfassen die Bauarbeiten:
- Barrierefreier Ausbau aller Bushaltestellen mit Wartehäuschen
- Sanierung der Straßenbeleuchtung
- Erneuerung von Ampelanlagen
- Neuordnung von Lieferzonen
- Verlegung von Taxistandplätzen
- Ersatz von E-Ladepunkten an nahegelegenen Standorten
Bauphasen und Finanzierung
Die Arbeiten beginnen am 7. April im Abschnitt zwischen Ungererstraße und Walter-Gropius-Straße. Danach folgt der Abschnitt bis zur Gertrud-Grunow-Straße. 2027 soll bis zur Weimarer Straße weitergebaut werden, der letzte Bauabschnitt bis zur Leopoldstraße erfolgt 2028.
Mobilitätsreferent Georg Dunkel betont die Bedeutung der Domagkstraße: „Als Teil des Äußeren Radlrings ist sie eine wichtige und viel befahrene Verbindung zwischen Parkstadt Schwabing, Domagkpark und Englischem Garten.“ Bisher war der Radverkehr teils auf der Fahrbahn bei Tempo 50 oder auf schmalen Gehwegen unterwegs.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 16,695 Millionen Euro, finanziert aus der Nahmobilitätspauschale. Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert das Projekt zusätzlich mit 2,68 Millionen Euro im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Durch die getrennten Verkehrsflächen für Rad- und Fußverkehr sollen Konflikte reduziert werden. Auch die großen Kreuzungsbereiche an Leopold- und Ungererstraße werden übersichtlicher und sicherer gestaltet.



