MVG-Streik in München: Eingeschränkter Betrieb bei Bus und Tram - U-Bahn nur für Bayern-Spiel
MVG-Streik: Eingeschränkter Betrieb in München

MVG-Streik legt Münchner Nahverkehr lahm – Eingeschränkter Betrieb bei Bus und Tram

Seit den frühen Morgenstunden des 11. Februars 2026 liegt der öffentliche Nahverkehr in München weitgehend brach. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) aufgerufen, der bis in den frühen Donnerstagmorgen andauern soll. U-Bahnen bleiben im Regelfall im Depot, während Tram und Busse einen stark reduzierten Betrieb aufrechterhalten.

Betriebssituation während des Streiktages

Die MVG teilt mit, dass ein geregelter Betrieb voraussichtlich erst nach Streikende wieder möglich sein wird. Beim Busverkehr ist ein stark eingeschränkter Betrieb möglich, da die privaten Busunternehmen nicht von den Arbeitsniederlegungen betroffen sind. Die Fahrzeuge verkehren unregelmäßig auf allen Linien, wobei die Intervalle zwischen 20 und 40 Minuten oder sogar stündlich liegen können.

Eine aktuelle Übersicht der fahrenden Linien bietet die MVG auf ihrer Website unter „Aktuelle Störungen“ sowie in der App MVGO. Farbige Kennzeichnungen zeigen den Betriebsstatus an: Grün signalisiert pünktliche Fahrten, Rot weist auf Verspätungen hin. Auch über Anzeigen und Durchsagen an Haltestellen informiert die Verkehrsgesellschaft über die aktuelle Lage.

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Details zum eingeschränkten Linienbetrieb

Folgende Buslinien verkehren zumeist im 20- bis 30-Minuten-Takt:

  • X30, X35, X36, X80
  • 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63
  • 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182

In größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich, fahren Busse auf diesen Linien:

  1. 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179
  2. 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199

Im Tramnetz sind die stark nachgefragte Linie 20 sowie die Linie 25 nach Grünwald in Betrieb. Nach und nach sollen mehr Fahrzeuge auf die Strecke gehen, bis auf beiden Linien ein 10-Minuten-Takt eingerichtet ist. Der Betrieb ist zunächst bis etwa 10 Uhr sichergestellt.

U-Bahn fällt aus – Sonderfahrten für Bayern-Spiel

Die U-Bahn bleibt während des Streiks generell außer Betrieb. „Im Fahrdienst und in der Leitstelle stehen wegen des Streiks nur sehr wenige Mitarbeiter zur Verfügung“, erklärt die MVG. Für den sicheren Betrieb einer oder mehrerer Linien reiche die Personaldecke nicht aus.

Eine Ausnahme bildet der Abend des 11. Februars: Für das DFB-Pokal-Viertelfinale des FC Bayern gegen RB Leipzig in der Allianz Arena richtet die MVG einen Sonderbetrieb ein. Von 17:30 Uhr bis Betriebsschluss verkehren U-Bahnen auf dem Abschnitt Marienplatz–Fröttmaning, sodass das Stadion mit der U-Bahn erreicht werden kann.

Zusätzlich wird der übliche Bustransfer ab der S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke ab 16:30 Uhr angeboten und verstärkt. Diese Busse fahren zum Kieferngarten, von wo aus die Allianz Arena über die Kieferngartenstraße fußläufig erreichbar ist. Nach dem Spiel verkehren Busse bei Bedarf direkt vom Kieferngarten zum Karlsplatz (Stachus).

Hintergrund und Auswirkungen des Streiks

Es handelt sich um den zweiten Warnstreik in Bayern in der laufenden Tarifrunde. Verdi will damit Bewegung in die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) bringen. Die Gewerkschaft kritisiert die mangelnde Kompromissbereitschaft der Arbeitgeberseite, während der KAV die Forderungen als zu hoch bezeichnet.

Die MVG empfiehlt, am Streiktag auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice zu nutzen. Die S-Bahn, Regionalzüge und MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt, allerdings ist die S-Bahn ab 22:20 Uhr wegen Bauarbeiten zur Zweiten Stammstrecke nur eingeschränkt in Betrieb.

Der ADAC Südbayern rechnet mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen und spürbaren Verzögerungen, insbesondere im Berufsverkehr. Betroffen sind voraussichtlich die Autobahnen A99, A8 und A9 sowie der Mittlere Ring. Auch für Fußballfans zum Pokalspiel in der Allianz Arena wird die An- und Abreise erschwert sein.

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Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Kommunalen Arbeitgeberverbänden werden am 13. Februar fortgesetzt. Bis dahin bleibt die Lage im Münchner Nahverkehr angespannt.