Stade erhält neuen Schiffsanleger: Bauarbeiten am Stadersand starten bald
Die Hansestadt Stade kann aufatmen: Der marode Schiffsanleger Stadersand wird komplett erneuert. Nach rund einem Jahr Stillstand ist die Finanzierung für das wichtige Projekt nun gesichert. Am Mittwoch erhielt die Stadt von der Metropolregion Hamburg den offiziellen Fördermittelbescheid. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa eine Million Euro, die je zur Hälfte aus Mitteln der Förderfonds der Metropolregion und der Hansestadt finanziert werden.
Wichtiger Anlaufpunkt für Schiffe und Einsatzkräfte
Der Schiffsanleger Stadersand ist ein zentraler Knotenpunkt für den regionalen Schiffsverkehr. Er dient nicht nur Ausflugsschiffen und Charterfahrten, sondern auch Einsätzen von Wasserschutzpolizei, DLRG und Feuerwehr. Ein aktuelles Gutachten kam zu dem klaren Ergebnis, dass der bestehende Ponton aufgrund seines schlechten baulichen Zustands nicht mehr wirtschaftlich instand gesetzt werden kann. Daher fiel die Entscheidung für einen kompletten Neubau.
Modernisierung mit Blick auf die Zukunft
Geplant ist der Bau eines neuen Pontons aus Stahl, der speziell auf die örtlichen Strömungs- und Tidebedingungen abgestimmt ist. Ergänzend werden umfangreiche Pfahlarbeiten durchgeführt. Die bestehende Zugangsbrücke wird ebenfalls ertüchtigt: Sie erhält eine neue Beschichtung, einen frischen Anstrich und wird durch eine Rampe barrierearm erschlossen. Diese Maßnahmen sollen die Sicherheit und Zugänglichkeit deutlich verbessern.
Stärkung der maritimen Identität und des Tourismus
„Der neue Schiffsanleger stärkt die maritime Identität Stades und erhöht die touristische Attraktivität der gesamten Region“, betonte Stadtrat Lars Kolk. Ein besonderer Vorteil: Künftig können auch größere Schiffe den Stadersand anfahren als bisher. Dadurch wird die Wiederaufnahme des Fährverkehrs Richtung Hamburg möglich. „Wir werden noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen und möchten sie spätestens im kommenden Jahr zum Abschluss bringen“, versprach Kolk. Bis 2027 soll der Bau fertiggestellt sein, sodass ab dann wieder regelmäßig Fähren anlegen können.
Die Erneuerung des Anlegers markiert einen wichtigen Schritt für die Infrastruktur in Stade. Sie sichert nicht nur den bestehenden Schiffsverkehr, sondern eröffnet auch neue touristische und wirtschaftliche Perspektiven für die Hansestadt und ihre Umgebung.



