Im Saalekreis beginnt ein bedeutendes Infrastrukturprojekt: Die Deutsche Bahn errichtet einen neuen Bahnhof in Leuna am Kötzschener Weg. Der symbolische Spatenstich fand bereits statt, die Bauarbeiten sollen noch im Mai 2026 starten. Damit wird der bisherige Haltepunkt Leuna-Werke Nord auf dem Chemiestandort nicht mehr bedient und später abgerissen.
Hintergrund des Projekts
Der neue Bahnhof Leuna ersetzt die alte Station, die bislang vor allem von Mitarbeitern des Chemieparks genutzt wurde. Die Verlegung an den Kötzschener Weg verbessert die Anbindung des Stadtzentrums und schafft eine modernere Infrastruktur. Die Deutsche Bahn setzt damit ein schnelles Tempo für ein Großprojekt, das die Region nachhaltig stärken soll.
Auswirkungen für Pendler
Mit Baubeginn wird der Haltepunkt Leuna-Werke Nord geschlossen. Pendler, die auf den Chemiestandort angewiesen sind, müssen auf alternative Verkehrsmittel umsteigen. Die Bahn empfiehlt, Busverbindungen oder Park-and-Ride-Angebote zu nutzen. Die Fertigstellung des neuen Bahnhofs ist für das Jahr 2027 geplant.
- Baustart: Mai 2026
- Schließung alter Haltepunkt: ab Mai 2026
- Fertigstellung neuer Bahnhof: voraussichtlich 2027
Beteiligte und Unterstützung
Beim Spatenstich waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft anwesend, darunter Landrat Hartmut Handschak, Infrastrukturministerin Lydia Hüskens, Bürgermeister Michael Bedla sowie Vertreter der Deutschen Bahn. Das Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt und der Deutschen Bahn finanziert.
Bedeutung für die Region
Der neue Bahnhof verbessert nicht nur den Nahverkehr, sondern auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Leuna. Die Anbindung an das Schienennetz ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Region und erleichtert den Zugang zu Arbeitsplätzen im Chemiepark und darüber hinaus.
Die Deutsche Bahn betont, dass das Projekt trotz der Schließung des alten Haltepunkts positive Effekte habe. Die neue Station sei barrierefrei, verfüge über moderne Wartebereiche und sei besser an Buslinien angebunden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich etwa ein Jahr dauern.



