Rolltreppen-Ausfall in Berliner Bahnhöfen hält länger an
Reisende am Berliner Hauptbahnhof und am Bahnhof Südkreuz müssen sich weiterhin auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Ein Großteil der Rolltreppen ist aufgrund eines Defekts vorübergehend stillgelegt, und die Dauer des Ausfalls bleibt ungewiss.
Ursachenforschung läuft
Katja Hüske, die Chefin der Personenbahnhöfe bei der Deutschen Bahn, erklärte, dass der Stillstand auf einen Defekt an einem bestimmten Anlagentyp zurückzuführen ist. Zwei Rolltreppen dieses Typs seien während des Betriebs abrupt stehengeblieben, was zu Sicherheitsbedenken führte. Mitarbeiter der Bahn und des Herstellers sind derzeit intensiv damit beschäftigt, die genauen Ursachen zu ermitteln und Lösungen zu entwickeln.
Betroffene Anlagen und Auswirkungen
Insgesamt sind 42 von 54 Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof sowie zehn am Bahnhof Südkreuz betroffen. Die Deutsche Bahn plant, bis Freitagabend ein umfassendes Lagebild zu erstellen, bevor ein konkreter Zeitplan für die Reparaturen vorgestellt wird. In der Zwischenzeit stehen Mitarbeiter in den Bahnhöfen als Ansprechpartner bereit, um Reisende zu unterstützen und alternative Wege aufzuzeigen.
Besondere Herausforderungen für mobilitätseingeschränkte Personen
Die Einschränkungen sind besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen spürbar. Am Berliner Hauptbahnhof, wo Ankunft, Bahnverkehr und Einzelhandel auf vier Ebenen verteilt sind, gelten die verfügbaren Aufzüge als äußerst langsam. Aufgrund der zu erwartenden höheren Nutzung sind zudem längere Wartezeiten zu befürchten. Der Bahnhof, der täglich etwa 330.000 Reisende und Besucher zählt, gehört zu den am stärksten frequentierten in Deutschland.
Reaktion der Bahn und Ausblick
Katja Hüske betonte: „Wir bedauern extrem die Unannehmlichkeiten für alle Reisenden und haben deswegen hier im Bahnhof für Unterstützung gesorgt.“ Die Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, die Situation zu klären und die Rolltreppen so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Reisenden wird empfohlen, sich auf alternative Routen und längere Wegezeiten einzustellen, bis die Reparaturen abgeschlossen sind.



