Massensperrung nach gefährlichem Rolltreppen-Vorfall am Berliner Hauptbahnhof
Der Berliner Hauptbahnhof erlebt derzeit einen beispiellosen Stillstand seiner Rolltreppen. Ausgelöst wurde die flächendeckende Sperrung durch einen äußerst gefährlichen Vorfall am vergangenen Sonntagmorgen, der Fahrgäste in akute Gefahr brachte.
Plötzlicher Umkehrschub löst Chaos aus
Laut Zeugenberichten schaltete sich eine Rolltreppe im ersten Untergeschoss des Hauptbahnhofs plötzlich in den Umkehrschub. Statt wie gewohnt vorwärts zu fahren, beschleunigte die Anlage unerwartet rückwärts. Am Fuß der rückwärtsfahrenden Rolltreppe kam es zu gefährlichem Gedränge, Stauungen und mehreren Stürzen. Eine Frau klagte anschließend über Knieschmerzen, nachdem sie zu Fall gekommen war.
Die Bundespolizei bestätigte den Einsatz ihrer Beamten. „Eine Streife wurde auf den Vorfall angesprochen“, teilte ein Sprecher mit. Glücklicherweise seien keine schwerwiegenden Verletzungen gemeldet worden, die eine ärztliche Behandlung erfordert hätten. Die Berliner Feuerwehr wurde nicht alarmiert.
Vorsorgliche Stilllegung von 52 Rolltreppen
Als Reaktion auf den gefährlichen Vorfall hat die Deutsche Bahn umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Insgesamt 42 Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof sowie zehn weitere am Bahnhof Südkreuz wurden vorsorglich abgeschaltet. Lediglich die Fahrtreppen zu den S-Bahn-Gleisen bleiben vorerst in Betrieb.
Die Bahn nannte mögliche Defekte im Getriebe als Grund für die umfassenden Sperrungen. „Eine kurzfristige Kontrolle aller Anlagen des gleichen Typs ist notwendig“, erklärte das Unternehmen. Bereits zuvor habe es an zwei Rolltreppen im Hauptbahnhof technische Probleme gegeben.
Folgen für den Bahnverkehr und Fahrgäste
Die Sperrungen haben erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb am größten Bahnhof der Bundeshauptstadt:
- Bepackte Reisende müssen auf Treppen ausweichen
- An den verbleibenden funktionierenden Aufzügen bilden sich lange Schlangen
- Die Mobilität eingeschränkter Personen ist beeinträchtigt
- Der allgemeine Passagierfluss wird deutlich verlangsamt
Die technischen Untersuchungen und Reparaturarbeiten dauern an diesem Donnerstag weiter an. Wie lange die Sperrungen andauern werden, ist noch unklar. Die zuständige Bahnvorständin Dr. Katja Hüske will sich am Nachmittag zu den laufenden Maßnahmen äußern.
Die Sicherheit der Fahrgäste steht bei diesen umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen eindeutig im Vordergrund. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Wartung und sofortiger Reaktion auf technische Auffälligkeiten bei kritischer Infrastruktur.



