Rostock will Straßenbahn-Gleisabsätze besser markieren: Einfache Lösung gegen Unfallgefahr
Rostock: Bessere Markierung von Gleisabsätzen soll Unfälle verhindern

Rostock setzt auf bessere Sichtbarkeit von Gleisabsätzen

In der Hansestadt Rostock kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen an Straßenbahnhaltestellen, wo die Gleise tiefer als die Fahrbahn liegen. Radfahrer, die überholen wollen, oder Autofahrer, die kurz unaufmerksam sind, stürzen dabei leicht auf die Schienen und bleiben stecken. Diese Unfälle führen nicht nur zu hohen Reparaturkosten und möglichen Verletzungen, sondern beeinträchtigen auch den öffentlichen Nahverkehr erheblich.

Initiative der Linksfraktion für mehr Sicherheit

Auf Initiative der Linksfraktion in der Rostocker Bürgerschaft soll nun das Unfallpotenzial eingedämmt werden. Der Fraktionsvorsitzende Christian Albrecht betont, dass eine unzureichende optische Erkennbarkeit der Höhenunterschiede häufig die Ursache für die Vorfälle ist. „Besonders an unübersichtlichen Stellen oder bei beengten Verkehrsführungen kann es zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Fahrende die bauliche Gestaltung nicht rechtzeitig wahrnehmen“, erklärt Albrecht.

Die Fraktion regt in einem Antrag an, dass die Stadt zusammen mit der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) kurzfristige Maßnahmen prüft. „Dabei sollen insbesondere Fahrbahnmarkierungen oder andere geeignete optische Mittel eingesetzt werden, um Höhenunterschiede und potenzielle Gefahrenstellen deutlich kenntlich zu machen“, so die Forderung der Linken. Als einfache Lösung schlagen sie gezielte und deutlich sichtbare Markierungen auf der Fahrbahn vor, wie farbige oder reflektierende Streifen.

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Konkrete Gefahrenstellen in der Stadt

Solche Gefahrenstellen gibt es an mehreren Orten in Rostock, wo die Straßenbahngleise mittig auf der Fahrbahn, aber auf einem deutlich tieferen Niveau verlaufen. Beispiele sind:

  • Am Friedrich-Engels-Platz in der Steintor-Vorstadt
  • In der Doberaner Straße in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV)

Ein Vorfall im Juli 2024 zeigt die Dringlichkeit: Ein Pkw landete im Gleisbett, was zur vorübergehenden Einstellung des Straßenbahnverkehrs zwischen Steintor und Hauptbahnhof führte. Solche Behinderungen im Nahverkehr sind laut Albrecht regelmäßige Folgen und bergen Risiken für die allgemeine Verkehrssicherheit.

Positive Signale aus der Stadtverwaltung

Aus der Stadtverwaltung gibt es bereits positive Rückmeldungen zu diesem Vorstoß. Die zuständige Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, Ute Fischer-Gäde (Grüne), reagierte zustimmend. Die Verwaltung wolle den Prüfantrag annehmen und in Abstimmung mit der Polizei, der RSAG sowie weiteren Beteiligten entsprechende Maßnahmen prüfen. Dies deutet auf eine baldige Umsetzung der vorgeschlagenen Sicherheitsverbesserungen hin, um die Unfallgefahr an den tiefliegenden Gleisen in Rostock effektiv zu reduzieren.

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