Sicherheitskräfte bald in Rostocker Bussen: Antwort auf steigende Aggressivität
Im Landkreis Rostock werden ab Ende Februar mobile Sicherheitsteams in Bussen unterwegs sein, um gegen eine zunehmende Aggressivität von Fahrgästen vorzugehen. Das Verkehrsunternehmen Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) hat eine neue Kooperation mit der Sicherheitsfirma BIP Dienstleistungen angekündigt, um für mehr Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu sorgen.
Steigende Respektlosigkeit und körperliche Übergriffe
„In den vergangenen Jahren ist eine steigende Aggressivität einzelner Fahrgäste zu beobachten, insbesondere im Zusammenhang mit Fahrscheinkontrollen“, erklärte Rebus. Die Hemmschwelle für respektloses Verhalten sei gesunken, und vereinzelt kam es auch zu körperlichen Übergriffen auf das Fahrpersonal. Zwar musste die Polizei nur in seltenen Fällen hinzugezogen werden, doch zeigen diese Vorfälle laut Unternehmen deutlich, dass präventive Maßnahmen und sichtbare Präsenz weiter gestärkt werden müssen.
Verletzungen von Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen seien im Jahr 2025 die Ausnahme geblieben, aber häufiger waren Beschädigungen an Fahrzeugen durch Vandalismus. Die neue Sicherheitsinitiative zielt darauf ab, solche Regelverstöße zu verhindern und ein sicheres Umfeld für alle Fahrgäste und Beschäftigten zu schaffen.
Mobile Sicherheitsteams im gesamten Liniennetz
Die eigens dafür eingesetzten Mitarbeiter der Sicherheitsfirma BIP Dienstleistungen werden regelmäßig im gesamten Liniennetz von Rebus im Einsatz sein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Linien mit besonders vielen Fahrgästen sowie auf Zeiten und Strecken, bei denen es in der Vergangenheit vermehrt zu Konflikten gekommen ist. Die Einsätze richten sich auch nach Hinweisen und Erfahrungen der Rebus-Mitarbeiter, um gezielt auf Problembereiche zu reagieren.
Die Sicherheitskräfte sollen nicht nur Fahrscheine kontrollieren, sondern durch ihre Präsenz auch Regelverstößen und Vandalismus vorbeugen. Diese Maßnahme ergänzt das bestehende Sicherheitskonzept von Rebus, das bereits Videoanlagen in 90 Prozent der Busse sowie eine während der Betriebszeiten durchgehend besetzte Leitstelle umfasst.
Prävention und sichtbare Präsenz als Schlüssel
„Zwar musste die Polizei nur in seltenen Fällen hinzugezogen werden, dennoch zeigen diese Vorfälle deutlich, dass präventive Maßnahmen und sichtbare Präsenz weiter gestärkt werden müssen“, betonte Rebus. Die Kooperation mit der Sicherheitsfirma ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und Aggressionen frühzeitig zu deeskalieren.
Die Einführung der mobilen Sicherheitsteams ab Ende Februar markiert einen wichtigen Schritt in der Reaktion auf die veränderten Sicherheitsbedürfnisse im Großraum Rostock. Durch diese Initiative erhofft sich das Unternehmen, die allgemeine Fahrgastzufriedenheit zu steigern und ein respektvolleres Miteinander in den Bussen zu fördern.



