Entlastung beim Tanken: Spritpreise sinken zum 1. Mai
Seit Wochen war Tanken ein teures Vergnügen. Wegen der hohen Spritpreise hatte die Bundesregierung bereits im März ein Maßnahmenpaket beschlossen, das striktere Regeln für Preiserhöhungen enthielt. Die Wirkung blieb jedoch gering. Nun traten zum 1. Mai weitere Maßnahmen in Kraft, die teilweise zu Schlangen an den Zapfsäulen in Halle und im Saalekreis führten.
So voll war es an den Tankstellen wohl lange nicht. In Halle waren am Freitag Diesel und Benzin für rund zwei Euro pro Liter erhältlich, Super E10 sogar für 1,94 Euro pro Liter. Zum Vergleich: Im März kostete E10 in Deutschland durchschnittlich 2,02 Euro je Liter und Diesel sogar 2,16 Euro pro Liter, wie der ADAC darlegt. In den vergangenen Wochen stiegen die Preise wegen des Iran-Nahost-Konflikts sogar um bis zu 20 Cent.
Wichtiger Schritt: Ministerpräsident Schulze lobt geplante Entlastung
Zum 1. Mai hat die Bundesregierung die Energiesteuer erstmal für zwei Monate um circa 17 Cent je Liter Kraftstoff gesenkt. Das kam scheinbar direkt bei den Tankstellen an. In Teutschenthal und Holleben standen die Autos Schlange wegen der gesunkenen Spritpreise von rund 1,90 Euro pro Liter für Diesel und Benzin. Als zweite Maßnahme sollen Arbeitgeber die Möglichkeit bekommen, eine steuerfreie 1.000-Euro-Entlastungsprämie an Beschäftigte zu zahlen. Daran gibt es jedoch viel Kritik.
Die Steuersenkung zeigt den ersten Effekt, doch wie lange dieser anhält, bleibt offen. Die Bundesregierung hofft auf eine dauerhafte Entlastung der Autofahrer, während Experten warnen, dass die Preise bei einer Verschärfung des Nahost-Konflikts wieder steigen könnten. In Halle und Umgebung nutzen viele Autofahrer die Gelegenheit, um ihre Tanks günstig zu füllen, was zu den langen Schlangen führt.



