Tödliche Motorradunfälle am Wochenende in Deutschland
Das sonnige Frühlingswetter lockt viele Zweiradfahrer zu Ausfahrten, doch die Freude am Fahren wird immer wieder von schweren Unfällen überschattet. Am vergangenen Wochenende kamen in Deutschland mehrere Motorradfahrer ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer.
Unfallschwerpunkt Nordrhein-Westfalen
In der Region Aachen ereignete sich am Samstagabend ein tragischer Unfall in Würselen. Ein 26-jähriger Motorradfahrer stieß aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Wagen eines 60-Jährigen zusammen. Der junge Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen, der Autofahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Bereits kurz zuvor kam es im Kreis Kleve zu einem weiteren schweren Unfall. In Goch stürzte ein 32-Jähriger alleinbeteiligt an einer Kreuzung. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde per Hubschrauber in eine Klinik geflogen, wo er weiterhin in Lebensgefahr schwebt.
Im Kreis Borken verunglückte ein 42-jähriger Motorradfahrer auf einer Landstraße tödlich. Nach Angaben der Kreispolizei Borken kam er in einer Linkskurve aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Zusammenstöße auch in Süddeutschland
Am Samstagmittag starb ein 21-jähriger Motorradfahrer bei Kirchentellinsfurt im Kreis Tübingen nach einem Zusammenstoß mit einem Auto. Trotz Reanimationsmaßnahmen erlag er noch an der Unfallstelle auf der Bundesstraße 27 seinen Verletzungen. Der junge Mann wollte von der rechten auf die linke Spur wechseln, dabei stieß er mit dem Fahrzeug eines 18-Jährigen zusammen, stürzte und zog sich schwerste Verletzungen zu.
In Hessen kam auf einer Landstraße ein weiterer Motorradfahrer ums Leben. Der 52-Jährige aus dem Main-Kinzig-Kreis war auf der Bundesstraße 236 im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterwegs. Beim Überholen eines Lastwagens kollidierte er mit einem entgegenkommenden Auto. Der 24-jährige Autofahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, der Motorradfahrer starb noch an der Unfallstelle.
Tödliche Situation in Mittelfranken
In der Nacht zu Sonntag endete ein Unfall in Mittelfranken tödlich. Bei Marktbergel im Landkreis Neustadt an der Aisch wurde ein 33-jähriger Motorradfahrer an einer Einmündung zur A13 von einem Auto angefahren. Der Autofahrer hatte ihn offenbar übersehen. Der Motorradfahrer starb noch an der Unfallstelle, der 22-jährige Autofahrer wurde schwer, seine drei Mitfahrer leicht verletzt.
Am Samstagnachmittag verunglückten im baden-württembergischen Leimen innerhalb kurzer Zeit zwei Fahrer mit ihren Maschinen. In beiden Fällen verloren sie in einer Kurve aus ungeklärten Gründen die Kontrolle. Ein 25-Jähriger wurde schwer, ein 33-Jähriger leicht verletzt.
Glück im Unglück hatte eine 25-jährige Motorradfahrerin im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie stürzte in einer Kurve und zog sich schwere, jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen zu.
Fahrerflucht nach schwerem Unfall in Niedersachsen
Bei einem Frontalzusammenstoß von Auto und Motorrad im Landkreis Goslar in Niedersachsen wurden zwei Menschen verletzt, einer davon schwer. Am Samstagnachmittag mussten mehrere Autos auf der Bundesstraße 248 in Seesen stark bremsen, darunter auch ein 59-jähriger Motorradfahrer. Grund war ein Autofahrer, der grundlos bis zum Stillstand gebremst hatte. Der Motorradfahrer stürzte bei der Vollbremsung und rutschte mit seiner Maschine in den Gegenverkehr, wo er frontal mit dem Kleinwagen einer 60-Jährigen zusammenstieß. Dabei wurde er schwer verletzt. Der mutmaßliche Unfallverursacher floh. In dem Sportwagen mit rotem Händlerkennzeichen sollen zwei junge Männer gesessen haben, so Zeugenangaben.



