Kritische Tesla-Doku: Witwe aus MV kämpft um Aufklärung nach tödlichem Unfall
Tesla-Doku: Witwe aus MV kämpft nach tödlichem Unfall

Kritische Dokumentation beleuchtet Teslas Autopilot und tödlichen Unfall in MV

Die Sicherheit von Teslas Vision des autonomen Fahrens und die Rolle von Elon Musk stehen im Mittelpunkt einer neuen Dokumentation. Besonders berührend ist der Fall eines tödlichen Unfalls in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem die Witwe des Opfers seit Jahren um Aufklärung kämpft.

Tödlicher Unfall auf der Bundesstraße 194

Am 13. April 2021 kam der Heringsdorfer Hotelier Achim Oldenburg auf der Bundesstraße 194 bei Loitz ums Leben. Sein Tesla war auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Das Fahrzeug fing sofort Feuer und brannte vollständig aus. Trotz der Bemühungen von Ersthelfern mit Feuerlöschern konnte das Feuer nicht eingedämmt werden, und Oldenburg starb im Fahrzeug.

Seine Witwe Anja Oldenburg, Mutter von zwei Töchtern, hat seitdem einen langen und erfolglosen Kampf geführt, um vom Autobauer Tesla mehr Informationen zum Unfalltod ihres Mannes zu erhalten. „Ich hatte immer ein schlechtes Bauchgefühl, der Tesla war mir einfach unheimlich“, sagt sie in der Dokumentation. Nach drei Jahren des Kampfes resümiert sie bitter: „Ich habe über drei Jahre gekämpft, um eine Aufklärung zu erhalten – damit der Schmerz händelbar wird.“

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Fehlende Daten und widersprüchliche Aussagen

Was genau an jenem Apriltag geschah, bleibt bis heute unklar. Die Polizei stellte die Ermittlungen kurz nach dem Unfall ein, und Anja Oldenburg begab sich auf eigene Faust auf die Suche nach Antworten. „Weil ich es einfach nicht fassen konnte, dass man einfach gar nicht hingucken wollte, warum dieser Unfall passiert ist“, erklärt sie ihre Motivation.

Von Tesla erhielt sie jedoch nur ausweichende Antworten. Das Unternehmen behauptete, es lägen keine Daten zu dem Unfall vor, insbesondere nicht darüber, ob der Autopilot ein- oder ausgeschaltet war. Auch Informationen zur Geschwindigkeit kurz vor dem Aufprall oder zu möglichen Notbremsmanövern wurden verweigert. Merkwürdig erscheint dabei eine Aussage von Tesla: Noch am Unfalltag konnte das Unternehmen einem Angehörigen mitteilen, dass im Auto am Vormittag in Demmin das letzte Mal der Gurt gelöst worden sei.

Anja Oldenburg hegt einen schwerwiegenden Verdacht: „Das Auto an sich hat diesen Unfall verursacht – und nicht mein Mann.“

Dokumentation bricht das Schweigen

In der Dokumentation „Elon Musk Uncovered: Das Tesla-Experiment“ von Andreas Pichler brechen erstmals Vertraute, Whistleblower, ehemalige Tesla-Mitarbeiter und Opfer ihr Schweigen. Sie geben unbekannte und exklusive Einblicke in das Imperium Tesla und werfen ein kritisches Licht auf die Versprechungen des Unternehmens.

Der Film zeigt den krassen Gegensatz zwischen Elon Musks vollmundigen Behauptungen – wie seiner Ankündigung 2024, dass autonom fahrende Autos zehnmal sicherer sein würden als von Menschen gelenkte – und den realen, folgenschweren Unfällen mit Tesla-Fahrzeugen.

Besorgniserregende Aussagen von Insidern

Ehemalige Tesla-Mitarbeiter äußern sich in der Dokumentation äußerst kritisch:

  • Ein Ex-Tesla-Mitarbeiter berichtet: „Es gab Situationen, in denen ich dachte, das Auto will mich umbringen.“
  • Eine ehemalige Tesla-Ingenieurin beklagt: „Sicherheitsmängel wurden systematisch vertuscht.“
  • Eine Ex-Beraterin der US-Verkehrsbehörde äußert sogar den Verdacht: „Ich bin überzeugt, dass er Trump gekauft hat, um Ermittlungen gegen Tesla zu stoppen.“

Diese Aussagen unterstreichen die Diskrepanz zwischen öffentlicher Darstellung und internen Realitäten bei Tesla.

Verfügbarkeit der Dokumentation

Die kritische Dokumentation „Elon Musk Uncovered: Das Tesla-Experiment“ ist seit dem 30. Januar bei Sky und dem Streamingdienst Wow verfügbar. Seit dem 12. März läuft der Film auch in ausgewählten Kinos, unter anderem in Berlin und Kiel. Ab Mai soll die Dokumentation in der ARD ausgestrahlt und in der ARD-Mediathek abrufbar sein.

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Der Fall von Achim Oldenburg und seiner Familie steht exemplarisch für die dringenden Fragen, die sich um die Sicherheit autonomer Fahrfunktionen und die Transparenz von Herstellern wie Tesla stellen. Während die Technologie voranschreitet, bleiben für die Hinterbliebenen von Unfallopfern grundlegende Fragen unbeantwortet.