Europäischer Paulskirchenpreis ehrt mutige Frauenrechtlerin Masih Alinejad
Die iranisch-amerikanische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad wird mit dem erstmals vergebenen Europäischen Paulskirchenpreis ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 31. März statt und würdigt ihren außergewöhnlichen Einsatz für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.
Eine Stimme der Hoffnung unter hohem persönlichem Risiko
Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) bezeichnete Alinejad in einer offiziellen Mitteilung als «das Gesicht und die mutige Stimme der Hoffnung für Millionen von Iranerinnen und Iranern in ihrer Heimat». Er betonte, dass sie sich durch ihre Arbeit einem erheblichen persönlichen Risiko aussetze, was ihren Einsatz noch bemerkenswerter mache.
Die 48-jährige Aktivistin wendet sich seit Jahren mit großer Beharrlichkeit gegen Zwangsmaßnahmen im Iran. Ihr besonderer Fokus liegt dabei auf:
- Dem Kampf gegen den Zwang zur Verschleierung
- Der Bekämpfung von Einschränkungen für Frauen und Mädchen
- Der Verteidigung grundlegender Menschenrechte
Wegen der Bedrohungslage kann sich Alinejad nur mit umfassendem Personenschutz bewegen, was die Ernsthaftigkeit der Gefahren unterstreicht, denen sie sich täglich stellt.
Preisverleihung und Widmung an die iranische Freiheitsbewegung
Der mit 50.000 Euro dotierte Paulskirchenpreis wird alle zwei Jahre vergeben und richtet sich an Personen, Organisationen und Gruppen, die sich in herausragender Weise für demokratische Werte einsetzen. Alinejad reagierte auf die Auszeichnung mit bewegenden Worten:
«Ich möchte diesen prestigeträchtigen Preis den mutigen Frauen und Männern widmen, die für einen freien Iran kämpfen, wo die Demokratie sowie die Menschen- und Frauenrechte geachtet werden, und die ihr Leben für diese Werte geopfert haben», erklärte die Journalistin.
Diese Widmung unterstreicht ihren selbstlosen Einsatz und ihre Verbundenheit mit der Freiheitsbewegung in ihrem Heimatland.
Bedeutung des Paulskirchenpreises
Die Stadt Frankfurt am Main begründete die Preisvergabe mit Alinejads langjährigem und beharrlichem Engagement gegen Unterdrückungsmechanismen im Iran. Der Europäische Paulskirchenpreis soll künftig regelmäßig an Vorkämpfer für demokratische Grundwerte verliehen werden und setzt mit Alinejad als erster Preisträgerin ein starkes Zeichen für:
- Die Unterstützung von Frauenrechten weltweit
- Die Anerkennung von zivilgesellschaftlichem Engagement unter Gefahr
- Die europäische Solidarität mit Demokratiebewegungen
Die Verleihung am 31. März markiert nicht nur einen persönlichen Triumph für Alinejad, sondern auch ein wichtiges Signal für alle, die unter schwierigen Bedingungen für Freiheit und Menschenrechte kämpfen.



