Eine besondere Unterrichtsstunde erlebten die Schüler des Liborius-Gymnasiums in Dessau. Der Berliner Rapper Ben Salomo, bekannt aus der Deutsch-Rap-Szene, klärte in der Turnhalle über die Gefahren des Antisemitismus auf. In zwei Durchgängen sprach er mit den Klassenstufen acht bis elf.
Rapper statt Professor
„Ich bin kein Professor von der Uni, der zu diesem Thema zu euch spricht. Ich bin ein Rapper, Familienvater und Mensch“, sagte Ben Salomo zu den Jugendlichen. Mit seiner persönlichen Geschichte und seiner Bekanntheit als Künstler erreichte er die Schüler auf eine andere Weise als herkömmliche Unterrichtsmethoden.
Warum ihm das wichtig ist
Ben Salomo ist es ein Anliegen, junge Menschen für die Gefahren von Judenhass zu sensibilisieren. Er betonte, dass Antisemitismus kein Randphänomen sei, sondern in der Mitte der Gesellschaft vorkomme. Durch seine Musik und seine Vorträge will er dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Toleranz zu fördern.
Die Veranstaltung am Liborius-Gymnasium war Teil einer Reihe von Schulbesuchen, die der Rapper in ganz Deutschland durchführt. Er möchte vor allem Jugendliche erreichen, die sich für Rap und Popkultur interessieren, um sie für gesellschaftliche Themen zu öffnen.



