Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Volkstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz wird umfassend erweitert und modernisiert. Am Mittwoch wurde der Grundstein für den ersten Bauabschnitt gelegt, der zwei neue Hafthäuser, ein zentrales Pforten- und Schleusengebäude sowie neue Freistundenhöfe umfasst. Das teilte das Finanzministerium mit.
Kapazität steigt deutlich
Mit dem Umbau und der Erweiterung der JVA Volkstedt wird die Belegungskapazität am Standort von derzeit 191 auf künftig rund 285 Haftplätze erhöht, wie Justizministerin Franziska Weidinger (CDU) erklärte. Neben dem Gefängnis entsteht zudem Sachsen-Anhalts Abschiebeeinrichtung mit 30 Plätzen.
Baukosten von rund 240 Millionen Euro
Die Baukosten liegen nach derzeitigem Stand bei rund 240 Millionen Euro. Finanzminister Michael Richter (CDU) zeigte sich zuversichtlich: „Diese wichtige Baumaßnahme liegt im Zeit- und Kostenrahmen.“ Die neuen Hafthäuser sollen im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden.
Zweiter Bauabschnitt: Sanierung bestehender Gebäude
Im zweiten Bauabschnitt ist die Sanierung der bestehenden Gebäude der Justizvollzugsanstalt vorgesehen. Damit wird der gesamte Standort auf den neuesten Stand gebracht.
Nachhaltige Energieversorgung
Strom und Wärme für die neuen Gebäude in Volkstedt, einem Ortsteil von Eisleben, kommen künftig aus Geothermie, Luft-Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Dies unterstreicht den Fokus auf Nachhaltigkeit und Effizienz.
Sicherheit durch neue Außenmauer
Für die Sicherheit sorgt unter anderem eine neue, etwa sechs Meter hohe Außenmauer auf einer Länge von 680 Metern. Diese soll den erhöhten Sicherheitsanforderungen gerecht werden.



