Biontech schließt Produktionsstandorte: Tausende Jobs in Gefahr
Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech hat angekündigt, mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Insgesamt könnten bis zu 1.860 Arbeitsplätze von den Einschnitten betroffen sein, wie das Management des Biopharma-Unternehmens mitteilte. Die genauen Standorte und der Zeitplan für die Schließungen wurden noch nicht bekannt gegeben.
Hintergrund der Entscheidung
Biontech war während der Corona-Pandemie durch die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs weltweit bekannt geworden. Mit dem Rückgang der Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen passt das Unternehmen nun seine Produktionskapazitäten an. Die Schließungen betreffen voraussichtlich Standorte in Deutschland und möglicherweise auch im Ausland.
Auswirkungen auf die Belegschaft
Die betroffenen Mitarbeiter sollen laut Unternehmensangaben sozialverträglich abgebaut werden. Biontech plant, mit den Arbeitnehmervertretern über Abfindungen und Qualifizierungsmaßnahmen zu verhandeln. Die Gewerkschaften haben bereits Kritik an der Entscheidung geäußert und fordern einen umfassenden Sozialplan.
Zukunft von Biontech
Trotz der Standortschließungen betont Biontech, weiterhin in Forschung und Entwicklung zu investieren. Das Unternehmen konzentriert sich künftig stärker auf die Entwicklung von Krebstherapien und anderen mRNA-basierten Medikamenten. Die Produktion dieser neuen Produkte soll an verbleibenden Standorten gebündelt werden.
Die Ankündigung hat in der Region Mainz für Unruhe gesorgt, da Biontech einer der größten Arbeitgeber in der Region ist. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat bereits Gespräche mit dem Unternehmen angekündigt, um die wirtschaftlichen Folgen abzumildern.



