Julia Stiles: Beleidigt von Casting-Sprüchen „Lächle mehr“
Julia Stiles: Casting-Sprüche „Lächle mehr“ nervten

Die Schauspielerin Julia Stiles, bekannt aus dem Kultfilm „10 Dinge, die ich an dir hasse“, hat in einem Instagram-Video über ihre Erfahrungen bei Castings als Teenager gesprochen. Besonders ein Satz habe sie immer wieder auf die Palme gebracht: „Lächle mehr“. Sie sei aufgefordert worden, fröhlicher und spritziger zu sein. Diese Kommentare hätten sie wütend gemacht.

Ernste Rolle als Befreiung

Stiles, die 2025 45 Jahre alt wird, spielte in dem 1999 erschienenen Teenager-Klassiker die unabhängige Kat Stratford. Diese Rolle sei eine Befreiung gewesen, da sie endlich eine Figur verkörpern durfte, die nicht ständig lächeln musste. „Es hat einfach so viel Spaß gemacht, sie zu spielen, weil sie sich nicht davon leiten ließ, was andere über sie urteilten“, sagte Stiles über ihre Rolle.

Kultureller Meilenstein

Der Film, der sich lose an Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ orientiert, avancierte zu einem kulturellen Meilenstein. Er half Stiles, sich als prägende Figur des Teenagerkinos der späten Neunziger- und frühen Nullerjahre zu etablieren. „Wie toll ist es, dass sich auch 25 Jahre später noch Frauen verschiedener Generationen von ihr und diesem Film angesprochen fühlen?“, so Stiles.

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Erinnerungen an Castings

Im Jahr 2025 berichtete Stiles dem Magazin „People“ über die Kommentare zu ihrer Ernsthaftigkeit: „Ich war eine 17-jährige Schauspielerin, die zum Vorsprechen ging und viele nervige Kommentare bekam wie ‚Du bist zu ernst‘, ‚Du musst sexier sein‘ oder ‚Lächle mehr‘. Ich war dafür empfänglich, weil ich noch dabei war, herauszufinden, wer ich war.“ Dann habe sie das Drehbuch zu „10 Dinge, die ich an dir hasse“ gelesen, und Kat Stratford sei „dieses temperamentvolle, freimütige Mädchen, dem es egal war, was andere über sie dachten“.

Bedeutung des Films

Der Film sei für sie immer noch sehr wichtig: „Es bedeutete mir also sehr viel, in diesem Film mitzuspielen, und dass er die Menschen immer noch anspricht, ist einfach großartig.“ Stiles betonte, wie befreiend es gewesen sei, eine Rolle zu spielen, die nicht den üblichen Erwartungen an weibliche Figuren entsprach. Statt optimistisch und liebenswürdig zu sein, durfte Kat Stratford motzen, wütend sein und ihre eigene Meinung vertreten.

Die Schauspielerin hofft, dass junge Frauen auch heute noch von dieser Figur inspiriert werden. „Es ist wichtig, dass wir weiterhin Geschichten erzählen, in denen Mädchen und Frauen nicht nur lächeln müssen, sondern auch ernst, wütend oder kompliziert sein dürfen“, sagte Stiles abschließend.

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