Realistische Notfallübung im Plauer Krankenhaus stärkt Teamarbeit
Im Mediclin Reha-Zentrum und Krankenhaus Plau am See fand kürzlich eine umfangreiche und realitätsnahe Übung im Schockraum statt. Ziel dieser intensiven Simulation war es, das interdisziplinäre Notfallteam optimal auf den Ernstfall vorzubereiten. Durch das Training sollten die Abläufe deutlich verbessert, die Kommunikation innerhalb des Teams gestärkt und vor allem die Sicherheit bei der Erstversorgung schwer verletzter Patienten erhöht werden.
Simulation mit modernster Technik und professionellen Akteuren
Für die Übung wurde der Schockraum mit Mikrofonen und Kameras ausgestattet, um jede Handlung präzise aufzeichnen und im Anschluss detailliert auswerten zu können. Ein interdisziplinäres Notfallteam trainierte verschiedene Notfallszenarien, wobei eine spezielle Simulationspuppe und eine professionelle Schauspielerin zum Einsatz kamen. Ein weiteres Team beobachtete die Abläufe von außen, um später eine objektive Analyse zu ermöglichen.
Im Anschluss an die Simulation wurden alle Prozesse gründlich analysiert und besprochen. Dabei standen zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Welche Stärken zeigt das Team bereits? Und welche Materialien könnten ergänzt werden, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren? Alle Berufsgruppen, die in realen Notfällen zusammenarbeiten, waren in diese Übung eingebunden, um ein möglichst authentisches Training zu gewährleisten.
Externes Expertenteam leitet zweitägiges Training
Die Durchführung der Übung übernahm ein externes Expertenteam von sicher-im-notfall.de, das spezialisiert ist auf realitätsnahe Simulationen in der Notfallmedizin. Auch der Rettungsdienst war aktiv beteiligt und trainierte die Patientenübergabe unter realistischen Bedingungen. Das zweitägige Training konzentrierte sich auf unterschiedliche Schwerpunkte, um ein breites Spektrum abzudecken.
Am Samstag lag der Fokus auf dem traumatologischen Schockraum, wo Anästhesie, Anästhesiepflege, Chirurgie und Notaufnahmepflege eng mit dem Rettungsdienst zusammenarbeiteten. Sonntag stand der neurologisch-internistische Schockraum im Mittelpunkt, mit Beteiligung von Innerer Medizin, Neurologie und weiteren Fachbereichen. Pro Tag wurden jeweils vier bis fünf Szenarien trainiert und im Detail ausgewertet, um kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen.
Hohe Qualität des Teams bestätigt – weitere Übungen geplant
Organisiert wurde das Training von Mara Schwabe, Funktionsoberärztin der Unfallchirurgie. Sie betonte, wie entscheidend regelmäßige Simulationen für die Qualität der Notfallmedizin sind. Diese größere Übung, an der alle relevanten Teams und die Schauspielerin beteiligt waren, fand erstmals in diesem Umfang statt, während frühere Trainings kleiner angelegt waren.
Schwabe hob hervor, dass eine reibungslose Zusammenarbeit und klare Kommunikation essenziell sind, um in Notfällen schnell und effektiv handeln zu können. Zugleich bestätigte das Training die bereits hohe Qualität des Notfallteams, was als positives Ergebnis gewertet wurde. Aufgrund des Erfolgs sind bereits weitere Übungen dieser Art geplant, um die Standards in der Notfallversorgung kontinuierlich zu sichern und auszubauen.



