Apotheken in Brandenburg schließen am Montag aus Protest gegen Unterfinanzierung
Wer am kommenden Montag, dem 23. März, in Brandenburg eine Apotheke aufsuchen möchte, könnte vor verschlossenen Türen stehen. Zahlreiche Apotheken im Bundesland bleiben an diesem Tag geschlossen, um gegen eine chronische Unterfinanzierung zu protestieren. Dies teilte der Apothekerverband Brandenburg mit. Patientinnen und Patienten, die dringend Medikamente benötigen, müssen sich jedoch keine Sorgen machen: Notdienstapotheken sind geöffnet und stellen die Arzneimittelversorgung sicher.
Bundesweiter Protesttag gegen stagnierende Honorare
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat zu einem bundesweiten Protesttag aufgerufen. In Brandenburg verschärft sich die Situation besonders: „Viele Apotheken in Brandenburg befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation, weil sie chronisch unterfinanziert sind“, erklärte Andrea König, die Landesverbandschefin des Apothekerverbands Brandenburg. Das Honorar für die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente sei seit 13 Jahren nicht mehr gestiegen, während Löhne und Kosten kontinuierlich angestiegen sind.
Diese finanzielle Schieflage hat bereits zu einem spürbaren Rückgang der Apotheken in Brandenburg geführt. Jahr für Jahr gehen immer mehr Apotheken verloren, was die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung gefährdet. Der Protesttag soll auf diese Missstände aufmerksam machen und politische Lösungen einfordern.
Notdienstapotheken sichern die Versorgung
Trotz des Protestes wird die medizinische Versorgung in Brandenburg nicht beeinträchtigt. Der Apothekerverband Brandenburg betont, dass Notdienstapotheken an diesem Montag geöffnet bleiben und die Arzneimittelversorgung sicherstellen. Patientinnen und Patienten sollten sich im Vorfeld über die geöffneten Notdienstapotheken in ihrer Region informieren, um Engpässe zu vermeiden.
Die Aktion unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit der Apothekerinnen und Apotheker mit den aktuellen Rahmenbedingungen. Sie fordern eine nachhaltige Finanzierung, um die Qualität der Versorgung und die Existenz der Apotheken langfristig zu sichern.



