Berliner Apotheken protestieren mit Montags-Schließung gegen wirtschaftliche Probleme
Wer in Berlin dringend Medikamente benötigt, sollte diese noch am Wochenende besorgen. Denn am kommenden Montag, dem 23. März, bleiben viele Apotheken in der Hauptstadt geschlossen. Grund dafür ist ein bundesweiter Protest der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, wie der Berliner Apotheker-Verein mitteilte.
Notdienst-Apotheken bleiben geöffnet
Für Patientinnen und Patienten, die am Montag dringend Arzneimittel brauchen, stehen Notdienst-Apotheken zur Verfügung. Der Berliner Apotheker-Verein empfiehlt jedoch, Rezepte möglichst vor Montag einzulösen, um Engpässe zu vermeiden. Diese Maßnahme soll auf die prekäre Situation der Apotheken aufmerksam machen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen als Hauptgrund
Hintergrund des Protests sind laut Verein unzureichende wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Apotheken und eine anhaltende Schließungswelle. Anke Rüdinger, Vorsitzende des Berliner Apotheker-Vereins, warnt: „Wer die Vor-Ort-Apotheken weiter wirtschaftlich ausbluten lässt, gefährdet die flächendeckende, sichere und schnelle Arzneimittelversorgung für Bürgerinnen und Bürger.“
Das Honorar für die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente ist seit 13 Jahren nicht mehr gestiegen, während Löhne und Kosten kontinuierlich angestiegen sind. In Berlin mussten seitdem rund 20 Prozent der Apotheken schließen, was die Versorgungslage verschärft hat.
Folgen für die Arzneimittelversorgung
Die Schließungswelle und die stagnierenden Honorare bedrohen die lokale Apothekeninfrastruktur. Ohne angemessene wirtschaftliche Bedingungen könnte die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten in Zukunft gefährdet sein. Der Protest am Montag soll daher ein deutliches Signal an die Politik senden, um notwendige Reformen einzuleiten.



