Der Rapper und Fisch-Fan Marteria schreckt nicht vor dem Verzehr von Kugelfisch zurück – einer Art, die falsch zubereitet tödlich sein kann. „Du bist mein Kugelfisch. Du bist mein pures Gift“, rappt Marteria auf seinem kürzlich erschienenen Album und weiter: „Alle sagen, tu' es nicht.“ Doch wenn es um den Verzehr dieser potenziell tödlichen Fischart geht, hat der Musiker es bereits getan: „Ja, natürlich. Kugelfisch-Sashimi in Tokio. Bei meinem ersten Mal in Tokio habe ich Kugelfisch gegessen“, erzählte der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.
Vertrauen in den Koch
Das ist seiner Ansicht nach keine besondere Gefahr. „Weil man dem Koch ja vertraut“, sagte Marteria. „Wenn du das natürlich richtig machst, ist es einfach ein Fisch.“ Damit Kugelfisch nicht die letzte Mahlzeit bleibt, kommt es entscheidend auf die Zerlegung des Fisches an. Besonders gefährlich sind die Eierstöcke und die Leber, sie enthalten das Gift Tetrodotoxin (TTX). Je nach Art gibt es dabei Unterschiede. In den meisten japanischen Provinzen benötigen Köche eine spezielle Lizenz zur Zubereitung des Fisches.
Marteria: „Natur kann auch anders“
Marten Laciny, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, ist selbst passionierter Angler und weiß: „Es gibt ja nicht nur den Kugelfisch, der giftig ist. Es gibt viele Fische, Feuerfische oder so, da muss man genauso aufpassen.“ Im Lied „L.I.E.B.“ ist der Kugelfisch ein Sinnbild für eine vermeintlich zum Scheitern verurteilte und schmerzhafte Liebesbeziehung: „Deine Liebe tut weh, doch ist okay, denn zu mir passt das“, rappt er. Aber nicht nur die Liebe oder giftige Fische können gefährlich sein, wie der gebürtige Rostocker der dpa erklärte: „Wir können einfach zusammen in die Rostocker Heide gehen und ich kann dir drei Pilze zeigen, wo du innerhalb von einem Tag tot bist. Also Natur kann auch anders.“
Weitere Details
- Marteria aß Kugelfisch-Sashimi in Tokio bei seinem ersten Besuch.
- Er betont das Vertrauen in den Koch als entscheidenden Faktor.
- Der Musiker vergleicht die Gefahr mit giftigen Pilzen in der Rostocker Heide.



