Michael Olise, Flügelspieler des FC Bayern München, wurde am Montagabend in Paris von der französischen Fußballer-Gewerkschaft UNFP zum besten französischen Spieler im Ausland gekürt. Die Zeremonie im Palais Brongniart war ein besonderer Moment für den 24-Jährigen, der sichtlich nervös war.
Emotionale Rede und Unterstützung der Familie
„Ich möchte mich bei meinen Mitspielern, meinen Trainern und allen, die mich in dieser Saison unterstützt haben, bedanken“, sagte Olise in seiner Dankesrede. Zuvor wurde er von Florent Malouda, einem ehemaligen Außenstürmer, geehrt. Seine Eltern, Vater Vincent und seine französische Mutter, sowie seine Managerin Rebecca James begleiteten ihn. Vater Vincent filmte ihn mit dem Handy aus dem Publikum. Normalerweise zeigt sich Olise selten mit seinen Eltern in der Öffentlichkeit, doch an diesem Abend posierte die Familie gemeinsam auf dem roten Teppich.
Olise überrascht mit Offenheit
Der sonst eher introvertierte Offensivkünstler wirkte gelöst, trug einen schwarzen Anzug mit Krawatte und nahm sich viel Zeit für Fans. Er lächelte mehrmals, zeigte aber auch seine Unsicherheit. Bei einem Interview auf Französisch verhaspelte er sich und fluchte. „Sind wir live?“, fragte er die Journalistin schockiert. Diese sympathische Reaktion kam beim Publikum gut an.
Sportliche Ziele: Double mit Bayern und WM
Olise, der in der Bundesliga bisher 15 Tore und 22 Assists erzielte, hat klare Ziele: „Mein Ziel in dieser Saison war es, mit Frankreich und dem FC Bayern alles zu gewinnen.“ Nach dem Pokalfinale am 23. Mai gegen den VfB Stuttgart steht die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada an. Auf dem Platz fühlt er sich wohler als bei Reden vor einer großen Menge – schließlich ist er Fußballer, nicht Moderator.



