Die Gesundheitskosten in Deutschland explodieren. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, sind die Ausgaben in den letzten Jahren massiv gestiegen. Für das Jahr 2027 wird ein Rekorddefizit von 15 Milliarden Euro in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erwartet.
Steigende Gesundheitsausgaben
Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2023 lagen die gesamten Gesundheitsausgaben bei rund 500 Milliarden Euro. 2024 stiegen sie auf etwa 538 Milliarden Euro, und im vergangenen Jahr erreichten sie bereits rund 579 Milliarden Euro. Davon entfielen auf die GKV im Jahr 2025 Ausgaben in Höhe von rund 324 Milliarden Euro. Die Soziale Pflegeversicherung schlug mit rund 72 Milliarden Euro zu Buche, die Private Krankenversicherung (PKV) mit etwa 47 Milliarden Euro. Private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck trugen rund 67 Milliarden Euro bei.
Ursachen des Defizits
Die Bundesregierung erklärt die Deckungslücke von 15 Milliarden Euro für die GKV im Jahr 2027 mit der erwarteten Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen. „Für die Deckungslücke sind weniger die Krankheitskosten von Relevanz, sondern vielmehr die erwartete Ausgabenentwicklung der Versorgung gesetzlich Versicherter mit GKV-Leistungen im Vergleich zu 2026“, heißt es in der Antwort. Zudem spiele die erwartete Einnahmenentwicklung der GKV von 2026 zu 2027 eine entscheidende Rolle. Die Deckungslücke resultiere aus einer im Vergleich zur Ausgabenentwicklung geringeren Einnahmenentwicklung.
Bereits der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte wiederholt betont, dass Deutschland zwar nicht das beste, aber das teuerste Gesundheitswesen der Welt habe. Seine Krankenhausreform, die mittlerweile mehrfach verändert und verwässert wurde, sollte ursprünglich gegensteuern. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die Kosten weiter ungebremst steigen und die gesetzlich Versicherten besonders stark belasten.



