Demminer Schüler pflanzen Vergissmeinnicht als Zeichen der Hoffnung
Schüler pflanzen Vergissmeinnicht für Demenz-Betroffene

Im Demminer Gemeinschaftsgarten wurden jetzt Vergissmeinnicht gepflanzt. Diese Aktion ist kein Zufall: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hatte gemeinsam mit regionalen Demenz-Netzwerken zu einer landesweiten Pflanzaktion aufgerufen, um auf die Situation von Menschen mit Demenz aufmerksam zu machen. Die zarten Pflänzchen mit den blauen Blüten gelten als Symbol der Erinnerung.

Schüler unterstützen Pflanzaktion für Demenz-Betroffene

Bei der Pflanzaktion wurde der Demminer Heimatverein durch Schüler der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ unterstützt. „Diese Blumen machen darauf aufmerksam, dass Menschen mit Demenz in unsere Mitte gehören“, begründeten David Krüger und Sylvia Wolter vom Heimatverein sowie Heinz Wittmer vom Verein Demminer Bürger ihr Engagement. „Die Blumen setzen ein Zeichen der Hoffnung für die Betroffenen und ihre Angehörigen.“

„Als wir das Anliegen an unsere zehnten Klassen herantrugen, waren die Schüler sofort bereit, mitzumachen“, erklärten Lehrerin Ann-Kristin Henning und Daniel Acker, stellvertretender Schulleiter der Bildungseinrichtung. Die Fritz-Reuter-Schule nutzt den Gemeinschaftsgarten bereits seit einiger Zeit für Unterrichtszwecke. Das kommt bei den Schülern gut an, sagen die beiden Lehrkräfte: „Es ist schön, dass es diesen Schulgarten zum Anfassen gibt.“

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Lernen durch Anpacken

Die Zehntklässler halfen tatkräftig mit, die Vergissmeinnicht in eine große Blumenrabatte zu setzen. Ermöglicht hatte dies das Demminer Blumenhaus Vorpahl, das die Pflanzen sponserte. Lehrerin Ann-Kristin Henning erzählt, dass die körperliche Arbeit im Garten die Jugendlichen keineswegs abschreckt. „Natürlich gibt es Situationen, die den Schülern nicht gefallen“, schätzt sie ein. „Beispielsweise wenn ein Käfer auftaucht, da wird schon mal ,Igitt!‘ geschrien. Insgesamt gesehen ist diese Lernform sehr gut, die Schüler lernen Kompetenzen und das körperliche Anpacken.“

Leonie Lange und Kaisy Ernst pflanzten mit viel Liebe. „Die Schulgartengruppe ist eine sehr gute Ergänzung zum Unterricht“, befanden die beiden Schülerinnen. „Wir machen mit, weil wir mal aus dem Klassenzimmer herauswollten. Hier bekommt man den Kopf frei, und es macht außerdem Spaß.“

„Um das heutige Ziel zu erreichen, können wir auch Überstunden machen“, bot Schüler Luca Fischer an. Das war jedoch nicht nötig. Alle Schüler halfen mit, sie zeigten bei der Anordnung der Pflanzen viel Kreativität und richteten ein wunderschönes Blumenbeet her. Wenn die Vergissmeinnicht dann in voller Blüte stehen, wird der Demminer Gemeinschaftsgarten um eine Attraktion reicher sein.

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