Telekom bringt eigene digitale Patientenakte auf den Markt
Telekom launcht eigene digitale Patientenakte

Die elektronische Patientenakte (ePA) steht seit Jahren in der Kritik. Viele Nutzer empfinden sie als kompliziert, unsicher und schwer verständlich. Nun will die Deutsche Telekom gegensteuern und bringt eine eigene Plattform auf den Markt. Ziel ist es, die Nutzung zu vereinfachen und gleichzeitig mehr Vertrauen bei den Anwendern zu schaffen.

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die elektronische Patientenakte gilt als zentraler Baustein für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. In der Praxis scheitert sie jedoch oft an unklarer Bedienung, zersplitterten Systemen und offenen Datenschutzfragen. Genau hier setzt die Telekom an. Das Unternehmen bietet nach eigener Aussage eine Lösung aus einer Hand: Produkt, Plattform und Betrieb stammen vollständig vom Konzern selbst. Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich in deutschen Rechenzentren und nach höchsten Sicherheitsstandards, verspricht der Magenta-Konzern.

Fokus auf Sicherheit und Alltagstauglichkeit

Neben der Technik steht vor allem die Nutzung im Alltag im Mittelpunkt. Die Anwendung soll leicht verständlich sein und ohne großen Aufwand funktionieren. Gottfried Ludewig, Leiter Public und Health der Deutschen Telekom, betont: „Mit unserer Patientenakte übernehmen wir Verantwortung: Wir bieten eine zukunftsfähige, souveräne und vertrauenswürdige Lösung aus einer Hand auf Basis unserer T-Cloud an.“ Er ergänzt: „Was nützt eine ePA, die nicht genutzt wird? Versicherte und Krankenkassen erwarten eine Patientenakte, die sicher, leicht bedienbar und wirklich hilfreich ist. Genau das liefern wir.“

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Bessere Funktionen und Vernetzung geplant

Die neue Plattform soll typische Probleme bisheriger Systeme vermeiden. Laut Telekom gehören dazu verbesserte Suchfunktionen, klar strukturierte Daten und eine bessere Basis für die Forschung. Das System ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel erweitern. Gleichzeitig wird die Patientenakte in das Magenta-Gesundheitsökosystem eingebunden. Dazu zählen digitale Identitäten, der TI-Messenger und weitere geplante Dienste. So entsteht ein vernetztes System, das Krankenkassen schrittweise ausbauen können, ohne zusätzliche Insellösungen oder hohen Integrationsaufwand.

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