Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Vom 4. bis 6. November 2026 ist das Thermalsoleheilbad Templin Gastgeber für den diesjährigen Deutschen Bädertag. Es wird die 122. Veranstaltung dieser Art sein, die Vertreter der Heilbäder und Kurorte in Deutschland zusammenbringt. Im Mittelpunkt steht der Austausch über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen im Bereich der Gesundheitswirtschaft.
Bis zu 120 Teilnehmer erwartet
„Erwartet werden 100 bis 120 Teilnehmer“, sagt Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbandes. Gemeinsam mit Dr. Christian Kirchner, Vorsitzender des Gesundheits- und Kurortverbandes Brandenburg, besichtigte sie bereits jetzt die Gastgeberstadt Templin und die Region. Der Bädertag wird unter anderem von der Mitgliederversammlung, Ausschusssitzungen, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen im AHORN Seehotel Templin begleitet. Jedes Jahr ist der Bädertag in einem anderen Bundesland zu Gast. Dass die Wahl dieses Mal auf Templin in Brandenburg fiel, hat einen triftigen Grund: „Hier hat sich in den letzten Jahren so viel Positives getan. Das möchten wir stolz präsentieren“, äußerte Brigitte Goertz-Meissner begeistert.
Innovatives Energiekonzept der NaturTherme
Allein das Energiekonzept der NaturTherme Templin sei bemerkenswert und ein Modellprojekt. Durch den Umstieg auf erneuerbare Energien sollen künftig rund 37 Prozent der rund 2,4 Millionen Kilowattstunden Strom, die die Therme jährlich verbraucht, aus dem Sonnenkraftwerk mit 2096 Solarmodulen kommen. Dazu werden sämtliche Parkplätze auf dem Thermengelände entsprechend überdacht. Die Arbeiten dafür laufen wie geplant.
Templin: „Eine der leuchtenden Perlen“
Wie weit Templin bei der Entwicklung als Bäderstadt schon vorangekommen ist, zeigt sich ebenso bei der Gestaltung des Bürgergartens. Er gehörte neben dem Hyparschalenkomplex zu den Stationen, die sich die Präsidentin angesehen hat. Auch Lychen habe als staatlich anerkannter Erholungsort einiges zu bieten, beispielsweise die Bootspassage unter der alten Mühle, so ihr Eindruck. „Wir freuen uns, dass der Bädertag im Land Brandenburg stattfindet“, meinte Dr. Christian Kirchner. Aus seiner Sicht hat sich rund um Berlin eine Perlenkette mit Standorten der Gesundheitskompetenz entwickelt. „Templin ist dabei eine der leuchtenden Perlen.“
Anerkennung für das Gesundheitsnetzwerk
Thermengeschäftsführer Markus Nengel empfindet die Entscheidung als Anerkennung für die Arbeit des Tourismus- und Gesundheitsnetzwerks, das sich in Templin entwickelt hat. Als Gastgeber des Bädertages wolle man außerdem zeigen, dass Templin eine lebenswerte Stadt sei, ergänzte Thekla Seifert, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung. „Außerdem erhoffen wir uns bundesweite Aufmerksamkeit für unser Vorhaben, ein Vier-Sterne-Thermenhotel errichten zu wollen.“
Wichtiger Wirtschaftszweig
„Im vergangenen Jahr haben wir am Bädertag in Bad Frankenhausen teilgenommen. Das war beeindruckend. Im Folgejahr selbst Gastgeber für diese besondere Veranstaltung zu sein, hätten wir nicht gedacht“, sagte Templins Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD). Er bedankte sich beim Gesundheits- und Kurortverband Brandenburg, dafür vorgeschlagen worden zu sein. In der Vorbereitung des Bädertages stecke viel Arbeit. „Ich bin allen dankbar, die daran mitwirken: die Mitarbeiter der Tourismus Marketing Templin GmbH, der NaturTherme und der Stadtverwaltung. Mit solchen Veranstaltungen können wir Landes- und Bundespolitik darauf hinweisen, wie wichtig dieser Wirtschaftszweig nicht nur für Templin, sondern auch für die Region ist. Dafür wird Unterstützung gebraucht.“



