Madrid/Granadilla - Das von einem Ausbruch des Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist am Dienstag im Hafen von Granadilla auf der Kanareninsel Teneriffa eingelaufen. Dies zeigen Live-Aufnahmen des spanischen Fernsehens. An Bord befinden sich mehrere hundert Menschen, darunter auch deutsche Staatsangehörige.
Strenge Sicherheitsvorkehrungen
Die Behörden haben umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder werden unter strengen Auflagen von Bord gehen. Von Granadilla aus sollen sie direkt zu einem nahegelegenen Flughafen gebracht werden. Von dort aus sind sofortige Rückflüge in ihre jeweiligen Heimatländer geplant.
Hintergrund des Ausbruchs
Der Ausbruch des Hantavirus ereignete sich während der Fahrt des Schiffes von Kap Verde nach Teneriffa. Das Virus wird durch Nagetiere übertragen und kann beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen. Die genaue Anzahl der Infizierten ist noch nicht bekannt, jedoch sollen mehrere Personen Symptome gezeigt haben.
Die Reederei arbeitet eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um die Situation zu kontrollieren. Die spanischen Behörden haben ein Krisenteam eingerichtet, das den Ablauf der Evakuierung koordiniert. Die Passagiere werden medizinisch untersucht, bevor sie die Reise antreten.
Die deutschen Behörden stehen in Kontakt mit den Betroffenen und bereiten deren Rückführung vor. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte, man tue alles, um die deutschen Staatsbürger sicher nach Hause zu bringen. Die Lage wird als ernst, aber kontrollierbar eingeschätzt.



