Berberaffen in Gibraltar: Erde als Medizin gegen Junkfood-Bauchschmerzen
Affen fressen Erde gegen Junkfood-Schmerzen

Freche Berberaffen in Gibraltar: Wenn Junkfood krank macht

Die Berberaffen von Gibraltar sind bekannt für ihre Dreistigkeit: Sie stehlen Touristen Chips, Eiscreme und Kekse direkt aus der Hand. Doch der Genuss hat seinen Preis. Nach dem Verzehr der kalorienreichen Snacks leiden die Tiere häufig unter Bauchschmerzen. Jetzt haben Forscher der Universität Cambridge einen überraschenden Trick entdeckt, mit dem die Affen ihre Beschwerden lindern: Sie fressen Erde.

Geophagie: Ein natürlicher Puffer für den Magen

Das Fressen von Erde, wissenschaftlich als Geophagie bezeichnet, ist im Tierreich weit verbreitet. Besonders bei Primaten gibt es Hinweise darauf, dass Erde wie ein natürlicher Puffer wirkt. Sie kann Schadstoffe binden und den Magen beruhigen. Genau diese Eigenschaft nutzen die Makaken in Gibraltar offenbar gezielt, um die unangenehmen Folgen ihrer unnatürlichen Ernährung zu mildern.

Warum fressen die Affen überhaupt Junkfood?

Die Antwort ist einfach: Kalorienreiche Nahrung schmeckt gut. Evolutionsbiologisch sind sowohl Menschen als auch Tiere darauf programmiert, energiereiches Essen zu bevorzugen. Die Affen erbeuten oder erhalten von Touristen zuckerhaltige, salzige und milchhaltige Snacks, die völlig außerhalb ihres natürlichen Speiseplans liegen. Normalerweise ernähren sich Berberaffen von Kräutern, Blättern, Samen und gelegentlich Insekten.

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Eine clevere Anpassung mit Nebenwirkungen

Die Erde hilft den Affen offenbar, trotz der ungewohnten Nahrung zu überleben. Sie entwickeln neue Strategien, um mit den Folgen unserer Ernährung klarzukommen. Das wirkt klug, ist aber auch ein Problem: Unser Verhalten verändert langfristig ihre Gesundheit und ihr natürliches Leben. Die Affen passen sich an – aber um welchen Preis?

Fazit: Ein genialer Trick, aber eine traurige Notwendigkeit

Die Entdeckung der Cambridge-Forscher zeigt, wie flexibel Tiere sein können. Doch sie macht auch deutlich, dass der Mensch durch sein Handeln die Lebensweise der Affen beeinflusst. Die nächste Portion Chips für einen Berberaffen ist also nicht nur ein harmloser Spaß, sondern kann weitreichende Folgen haben.

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