Immer mehr Hobbygärtner in Deutschland setzen auf organischen Dünger statt auf mineralische Produkte. Das berichtet der Chef des Gartenprodukteherstellers Compo in einem Interview. Besonders Männer müssten beim Düngen umdenken, da sie oft eine schnelle, sichtbare Wirkung erwarten. Der Trend zu Bio-Produkten werde auch durch geopolitische Ereignisse wie den Irankrieg beeinflusst, der die Preise für Mineraldünger in die Höhe treibe.
Warum organischer Dünger ausreicht
Für den Hobbygärtner sei organischer Dünger vollkommen ausreichend, betont der Experte. Im Gegensatz zu Mineraldünger wirke er langsamer, aber nachhaltiger. Viele Männer hingegen erwarteten einen sofortigen „Wumms“ auf dem Rasen. Dieses Verständnis müsse sich ändern, um langfristig gesunde Böden und Pflanzen zu fördern.
Einfluss der Weltpolitik
Der Irankrieg habe die Lieferketten für Rohstoffe wie Phosphat und Kalium gestört, die für Mineraldünger benötigt werden. Die Preise seien stark gestiegen, was viele Hobbygärtner dazu bewege, auf günstigere und umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen. Dieser Trend zeige, dass selbst die globale Politik Auswirkungen auf den heimischen Garten habe.
Umdenken bei Männern nötig
Laut dem Compo-Chef sei es besonders wichtig, Männer für organische Dünger zu begeistern. Sie seien oft skeptisch gegenüber Produkten, die nicht sofort sichtbare Ergebnisse liefern. Dabei biete Biodünger viele Vorteile: Er verbessere die Bodenstruktur, fördere das Bodenleben und sei umweltfreundlicher. Hersteller wie Compo arbeiten daran, die Akzeptanz durch Aufklärung und verbesserte Produkte zu steigern.
Der Trend zu Bio-Düngern ist Teil einer größeren Bewegung hin zu nachhaltigerem Gärtnern. Immer mehr Menschen legen Wert auf umweltfreundliche Produkte und möchten ihren Garten naturnah gestalten. Dies zeige sich auch in steigenden Verkaufszahlen für organische Dünger, Pflanzenstärkungsmittel und Kompost. Die Branche rechnet mit einem anhaltenden Wachstum in den kommenden Jahren.



