Bunter Bratreis mit Ananas: Einfaches Resteessen mit exotischer Note
Knusprig gebratener Reis, würzige Gewürze, knackige Nüsse und fein geschnittenes Gemüse: Diese Kombination macht den bunten Bratreis zu einer einfachen Freude für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Besondere Finesse erhält das Gericht durch die Zugabe von fruchtigen Ananasstücken, die die Schärfe perfekt ausbalancieren und für eine angenehme Saftigkeit sorgen.
Warum Reis vom Vortag ideal ist
Für einen perfekten Bratreis ist übrig gebliebener Reis vom Vortag deutlich besser geeignet als frisch gekochter. Die bereits abgekühlten Körner werden beim Braten besonders knusprig und nehmen die aromatischen Gewürze viel intensiver auf. Viele Köche kochen daher bewusst mehr Reis, als sie für die aktuelle Mahlzeit benötigen, um am nächsten Tag dieses köstliche Restegericht zubereiten zu können.
Wichtiger Hinweis zur Aufbewahrung: Gegarter Reis hält sich im Kühlschrank ein bis zwei Tage lang, im Tiefkühlfach sogar bis zu sechs Monate. Bei Zimmertemperatur sollte gekochter Reis niemals aufbewahrt werden, da sich hier schnell Giftstoffe bilden können.
Flexibilität als Grundprinzip
Wie bei allen Resteverwertungsgerichten gibt es auch beim Bratreis keine falsche Zubereitungsart. Man nimmt einfach das, was verfügbar ist. Diese Rezeptvariante orientiert sich an einem Gericht aus westlichen Thai-Restaurants, wo knusprig gebratener Reis mit Nüssen und Gemüse durch fruchtige Ananasstücke ergänzt wird. In Restaurants wird der Reis oft in ausgehöhlten Ananashälften serviert – für den heimischen Mittwochabend ist dieser Aufwand jedoch meist übertrieben.
Optionale Zutaten für besonderen Geschmack
Im Rezept sind einige Zutaten als optional gekennzeichnet, die das Gericht besonders schmackhaft machen. Dazu gehören Zitronengras oder Limettenblätter. Der Grundgedanke eines Resteessens bleibt jedoch: Das Beste aus den vorhandenen Zutaten machen, ohne extra einkaufen zu müssen. Wer diese besonderen Gewürze griffbereit hat, kann sie gerne verwenden – das Gericht schmeckt aber auch ohne ausgezeichnet.
Zutaten für vier Personen
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 350 g gekochter Basmati- oder Jasminreis (entspricht etwa 120 g trockenem Reis)
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 große Karotte (ca. 150 g)
- 3 Knoblauchzehen
- 250 g Weiß-, Wirsing- oder Chinakohl
- 100 g TK-Erbsen
- 100 g TK-Mais
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1 TL Currypulver
- 1 Prise Chiliflocken
- 2 Makrut- oder Limettenblätter (optional)
- 1 Stängel Zitronengras oder 1 TL Zitronengraspaste (optional)
- 250 g Ananas (frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose)
- 1 milde rote Chilischote
- 70 g gesalzene, geröstete Cashew-Kerne oder Erdnüsse
- 2-3 EL Sojasoße
- 1-2 EL Sweet Chili Sauce
- 1 TL Sesamöl
- 4 Eier
- 150 g gegartes Hühnchen- oder Schweinefleisch (optional)
- 4 EL knusprige Röstzwiebeln (optional)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Falls der Reis noch gekocht werden muss, dies zuerst erledigen. Anschließend den gekochten Reis in einer flachen Auflaufform oder auf einem Blech ausbreiten und im Tiefkühlfach abkühlen lassen. Bei Reis vom Vortag entfällt dieser Schritt.
- Erbsen und Mais auftauen lassen. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden, dabei grüne und weiße Teile separat aufbewahren.
- Karotte putzen, schälen und in feine Stifte schneiden. Knoblauchzehen fein hacken. Kohl in feine Streifen schneiden.
- Optionale Zutaten vorbereiten: Limettenblätter in sehr feine Streifen schneiden, Zitronengras mit der flachen Messerseite andrücken und fein hacken. Chilischote ebenfalls fein hacken.
- In einem Wok oder einer großen Pfanne die Hälfte des Öls erhitzen. Weiße Frühlingszwiebelteile, Knoblauch, Kohl, Erbsen und Mais darin mit einer Prise Salz etwa fünf Minuten anbraten, bis das Gemüse leicht zusammengefallen, aber noch knackig ist. In eine große Schüssel geben und beiseitestellen.
- Pfanne oder Wok zurück auf den Herd stellen und restliches Öl hineingeben. Gewürze, Limettenblätter und Zitronengras darin etwa 30 Sekunden anbraten.
- Reis, Ananas, Cashews, Chili, Sweet Chili Sauce, zwei Esslöffel Sojasoße und Sesamöl dazugeben und alles weitere fünf bis zehn Minuten braten, bis die Reiskörner knusprig sind. Optional kann jetzt auch Fleisch untergemischt werden.
- Das angebratene Gemüse und die grünen Frühlingszwiebelringe unter den Reis mischen. Vom Herd nehmen und warmhalten.
- Eier mit einem Esslöffel Sojasoße verquirlen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Eimasse zu einem dünnen Omelett backen – dies dauert etwa zwei Minuten.
- Das Omelett in dünne Streifen schneiden oder zerrupfen und unter den Reis heben. Alles mit weiterer Soja- und Chilisoße abschmecken und optional mit Röstzwiebeln bestreut servieren.
Dieses vielseitige Gericht beweist, dass Resteverwertung keineswegs langweilig sein muss. Im Gegenteil: Aus einfachen Zutaten entsteht hier ein aromatisches Festessen mit asiatischem Flair, das an Wochentagen ebenso überzeugt wie bei besonderen Anlässen.



