Wie gut (oder schlecht) sind Ihre Essgewohnheiten? Machen Sie den Check!
Bei Stress immer Süßes und abends schnell einen Döner: Eigentlich wissen wir, dass das ungesund ist. Aber wie ändern wir unsere Gewohnheiten? Mit diesem Test lernen Sie, besser zu essen. Jeder isst anders, und das ist auch gut so. Letztlich gibt es nicht eine verbindliche Empfehlung für das, was alle täglich essen sollten, sagt Thomas Ellrott, Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie an der Universität Göttingen. Denn jeder hat unterschiedliche Gene, lebt und arbeitet anders, bewegt sich unterschiedlich viel.
Individuelle Bedürfnisse und langfristige Folgen
Doch leider entspricht nicht jeder individuelle Ernährungsstil auch dem individuellen Bedarf. Zu viel Süßes, zu fettig oder einfach zu viel: Kurzfristig kann das zufriedener machen, weil Essen den Stress reduzieren kann, aber langfristig ist eine unausgewogene Ernährung für alle Gene und Lebensumstände ungünstig. Um die eigene Ernährung zu optimieren, lohnt es sich deshalb zuallererst, individuelle Essgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen – und gegebenenfalls zu ändern.
Der Essgewohnheiten-Check: Bewusstsein schaffen
In diesem Bereich ist es einfacher, verbindliche Empfehlungen zu geben als bei der Lebensmittelwahl, erklärt Ernährungspsychologe Ellrott. Exklusiv für den SPIEGEL hat er einen Essgewohnheiten-Check entwickelt, der 2018 erstmals veröffentlicht wurde. Damit können Sie prüfen, wie bewusst Ihr Essverhalten ist, aus welchen Motiven Sie zu Knabbereien greifen und bei welchen Gelegenheiten Sie zu viel oder zu schnell essen. Allein die vermehrte Achtsamkeit für die eigene Ernährung kann dazu führen, dass Menschen weniger und besonnener essen, sagt Ellrott.
Fünf Schlüsselbereiche für Ihre Ernährung
Beantworten Sie die Aussagen auf den folgenden Checklisten mit Ja oder Nein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wählen Sie die Antwort, die eher passt.
- Basis: Was esse ich? Vielleicht sind Sie überzeugt, dass Sie sich bewusst und gesund ernähren. Ob die Einschätzung stimmt, erfahren Sie hier.
- Alltagsgewohnheiten: Wie esse ich? Bewusste Ernährung bedeutet, dass man sich Zeit nimmt fürs Essen und reflektiert entscheidet, was man zu sich nehmen will. Finden Sie heraus, welche Essgewohnheiten Sie haben.
- Gefühle: Welche emotionale Funktion hat Essen? Natürlich essen wir, um zu überleben. Aber das ist nicht alles. Manche Menschen essen auch, um sich zu trösten oder zu beruhigen. Gehören Sie zu den emotionalen Essern?
- Kontrolle: Wie reglementiert ist meine Ernährung? Nur im Zeitfenster von acht Stunden am Tag essen. Kein Zucker. Drei Mahlzeiten, fünf Mahlzeiten. Mit solchen Regeln kann man die Ernährung strukturieren. Gewinnen Sie einen tieferen Einblick in Ihre Regeln – und ob sie auch sinnvoll sind.
- Genuss: Habe ich Lust am Essen? Essen sollte Freude bereiten und nicht nur Pflicht sein. Überprüfen Sie, ob Sie das Essen genießen oder es lediglich als Notwendigkeit betrachten.
Wenn Sie darüber hinaus zunächst aus Ihren Essgewohnheiten aussteigen wollen, dann könnten Sie dies mit einem Coaching für ein achtwöchiges Intervallfasten tun. Eine Trainingseinheit mit einfachen und alltagsnahen Übungen kann Ihnen helfen, nachhaltige Veränderungen zu erreichen.



