Hessen-Klassiker selbst gemacht: So gelingt Ihnen die perfekte Grüne Soße
Frankfurter Grüne Soße ist ein echter Frühlingsklassiker und passt zu zahlreichen Gerichten. Mit den richtigen Kräutern und einigen bewährten Tricks gelingt die traditionelle „Grie Soß“ ganz einfach. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die köstliche hessische Spezialität selbst zubereiten können.
Diese sieben Kräuter gehören in die Original-Frankfurter Grüne Soße
Sieben spezielle Kräuter machen die Original-Frankfurter Grüne Soße aus: Petersilie, Schnittlauch, Boretsch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer und Pimpinelle. Das Bundeszentrum für Ernährung erklärt dazu: Damit die Soße das begehrte Original-Siegel tragen darf, müssen bis auf die Petersilie alle Kräuter aus Frankfurt und dem direkten Umland stammen – die Spezialität ist nämlich geografisch geschützt. Wenn die Zutaten aus anderen Regionen kommen, darf sie nur noch als einfache „Grüne Soße“ bezeichnet werden.
Falls Sie nicht alle sieben Kräuter finden sollten, können Sie auch mit vier Basis-Kräutern arbeiten: Petersilie, Schnittlauch, Kresse und Kerbel bilden eine gute Grundlage. Experimentierfreudige Köche können zudem mit Alternativen arbeiten. Dill oder Zitronenmelisse verleihen der Mischung frische Aromen, während Rucola oder Estragon die Soße würziger machen. Vorsicht ist bei Liebstöckel geboten – dieses Kraut schmeckt extrem intensiv. Auch Minze kann schnell alle anderen Geschmacksnoten überdecken.
So bereiten Sie die traditionelle Soße Schritt für Schritt zu
Neben den Kräutern benötigen Sie folgende Zutaten: eine kleine Zwiebel, Schmand, saure Sahne, Zitronensaft, Öl, Senf, ein hart gekochtes Ei sowie Salz, Pfeffer und Honig zum Abschmecken.
- Waschen Sie die Kräuter gründlich, trocknen Sie sie sorgfältig ab und hacken Sie sie sehr fein.
- Schneiden Sie eine kleine Zwiebel in Würfel und vermengen Sie diese mit den gehackten Kräutern, Schmand und saurer Sahne – alternativ können Sie alles grob pürieren.
- Fügen Sie dann Zitronensaft, etwas Öl, Senf und das gewürfelte Ei hinzu.
- Schmecken Sie die Mischung mit Salz, Pfeffer und etwas Honig ab.
- Wichtig: Die Soße muss mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen. Über Nacht wird der Geschmack noch kräftiger und intensiver.
Dazu passt die grüne Spezialität besonders gut
Der absolute Klassiker ist die kalte Kräutersoße zu hart gekochten Eiern, Salz- oder Pellkartoffeln und gekochtem Rindfleisch wie Tafelspitz. Doch die Verwendungsmöglichkeiten sind noch vielseitiger: Auch zu Spargel, Lachs oder Kasseler schmeckt sie hervorragend. Oder Sie nutzen sie einfach als Brotaufstrich, Pastasoße, Pizzabelag oder Rohkost-Dip.
So bleiben die frischen Kräuter länger haltbar
Frisch gepflückte Kräuter schmecken natürlich am besten. Wenn Sie sie nicht sofort verarbeiten können, haben Sie etwa zwei Tage Zeit. Ernährungsexperten raten: Die Kräuter bleiben im Gemüsefach des Kühlschranks in einem feuchten Tuch oder als Bund in einem Wasserglas besonders frisch.
Mit diesen Tipps gelingt Ihnen der hessische Frühlingsklassiker garantiert – und Sie bringen echtes Hessen-Flair auf Ihren Tisch.



