Keimende Kartoffeln: Wann Sprossen gefährlich werden und wie man richtig lagert
Keimende Kartoffeln: Wann Sprossen gefährlich werden

Keimende Kartoffeln: Wann Sprossen gefährlich werden und wie man richtig lagert

Kartoffeln gehören zu den Grundnahrungsmitteln in deutschen Küchen – bis sie plötzlich zu keimen beginnen. Dieser natürliche Prozess wird durch bestimmte Bedingungen ausgelöst und kann die Genießbarkeit der Knollen beeinträchtigen.

Der natürliche Keimprozess bei Kartoffeln

Die Kartoffelknolle speichert Energie, die bei passenden Umweltbedingungen freigesetzt wird. Schon geringe Lichtmengen, Temperaturen über sieben Grad Celsius und Feuchtigkeit wirken als Auslöser für das Austreiben. Mit zunehmender Lagerdauer verlieren Kartoffeln ihre natürlichen Hemmstoffe, weshalb sie besonders in den wärmeren Wintermonaten in Wohnungen schneller sprießen.

Kleine Triebe sind meist unbedenklich

Was tun, wenn die Kartoffeln Sprossen bilden? Laut Experten von myHOMEBOOK hängt die Genießbarkeit maßgeblich von der Trieblänge ab. Kleine Sprossen bis zu einem Zentimeter gelten als unproblematisch. Werden sie großzügig entfernt und die Kartoffeln gründlich geschält, können sie in der Regel noch verwendet werden. Die enthaltenen Glykoalkaloide – natürliche Bitterstoffe wie α-Solanin und α-Chaconin – bleiben dabei meist im unbedenklichen Bereich.

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Warnzeichen bei keimenden Kartoffeln

Bei längeren Trieben ist jedoch Vorsicht geboten. Mehrere Sprossen, grüne Verfärbungen oder eine weiche Konsistenz sind deutliche Warnzeichen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass erhöhte Glykoalkaloidwerte gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und neurologische Symptome verursachen können. Stark keimende oder grüne Kartoffeln sollten daher nicht mehr verzehrt werden.

Optimale Lagerung beugt dem Keimen vor

Die richtige Lagerung ist entscheidend, um das Austreiben zu verhindern. Kartoffeln sollten kühl, dunkel und trocken bei idealen vier bis sechs Grad Celsius aufbewahrt werden. Licht und Feuchtigkeit fördern das Keimen, daher sind luftdurchlässige Kisten oder Papiersäcke besser geeignet als Plastikverpackungen. Zudem empfiehlt es sich, Kartoffeln getrennt von Äpfeln und Zwiebeln zu lagern, da diese das Reifegas Ethylen abgeben und den Reifeprozess beschleunigen.

Durch diese einfachen Maßnahmen können Verbraucher die Haltbarkeit ihrer Kartoffeln deutlich verlängern und gesundheitliche Risiken durch erhöhte Glykoalkaloidwerte vermeiden. Die bewusste Lagerung und regelmäßige Kontrolle der Knollen sind somit wichtige Schritte für eine sichere Ernährung im Alltag.

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