Parmaschinken: So entfaltet das Aroma bei Raumtemperatur seine volle Pracht
Parmaschinken: Aroma-Trick bei Raumtemperatur

Parmaschinken: Der sanfte Genuss aus Parma

Im Gegensatz zu kräftigen und rauchigen Rohschinkensorten besticht Parmaschinken durch seine zarte Textur und ein mildes, leicht nussiges Aroma. Damit dieser Delikatesse ihre volle Geschmacksentfaltung gelingt, empfiehlt das Herstellerkonsortium „Consorzio del Prosciutto di Parma“, den Schinken etwa eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank zu nehmen. So wird er von der Zunge fast wie Butter wahrgenommen und offenbart seine feinen Nuancen.

Die Kunst der Herstellung: Nur in Parma erlaubt

Die Entstehung des Parmaschinkens ist ein traditioneller Prozess, der ausschließlich in der Parma-Region Italiens stattfinden darf. Ein Einsalzmeister, der Maestro Salatore, reibt die frischen Keulen mit Meersalz ein, wäscht es nach einigen Tagen ab und wiederholt diesen Vorgang mehrmals. Dadurch verliert der Schinken etwa ein Drittel seines Gewichts an Wasser. Anschließend reift die Keule mindestens 14 Monate in speziellen Hallen, wo salzige Meer- und Bergluft durch gegenüberliegende Fenster strömt und das Salz gleichmäßig verteilt. Nach bestandenen Qualitätsprüfungen erhält der Schinken den Brandstempel der fünfzackigen Parma-Krone, die ihn als geschützte Ursprungsbezeichnung kennzeichnet.

Genuss und Lagerung: Tipps für den Alltag

In Italien wird Parmaschinken am liebsten pur, hauchdünn geschnitten und roh genossen – als Antipasti zu Melone, Feigen, Grissini oder frischem Brot. Zum Kochen oder Braten, etwa zum Umwickeln von Schweinefilet, eignen sich hingegen Schinken mit stärkeren Aromen besser, da das milde Profil des Parmaschinkens hier untergehen könnte. Bei der Lagerung ist zu beachten: Lose Scheiben aus der Bedientheke oder geöffnete Packungen aus dem Supermarkt gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden, um Frische und Qualität zu bewahren.

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Rezept: Kräuterpfannkuchen mit Parmaschinken-Topping

Das Herstellerkonsortium schlägt vor, Parmaschinken wirkungsvoll in Szene zu setzen – mit diesem Rezept für Kräuterpfannkuchen und einem cremigen Joghurt-Topping. Perfekt für 3-4 Personen.

Zutaten für die Pfannkuchen:

  • 135 g Mehl
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 4 Prisen Salz und Pfeffer
  • 1 großes Ei
  • 130 g Milch
  • 1 gehäufter TL Kurkuma
  • 1 EL geschmolzene Butter
  • Geschnittene Petersilie und Thymian
  • Butter zum Ausbacken

Zutaten für das Topping:

  • 200 g stichfester Joghurt
  • 2 TL Olivenöl
  • Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Parmaschinken in Scheiben

Zubereitung:

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben. Backpulver, Salz und Pfeffer unterrühren.
  2. In einer zweiten Schüssel Ei, gehackte Kräuter, Kurkuma, geschmolzene Butter und Milch verrühren. Mit dem Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen, eine Kelle Teig hineingeben und backen, bis der Teig fest ist. Dann wenden und fertig backen.
  4. Für das Topping den Joghurt cremig schlagen und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Thymian abschmecken.
  5. Die Pfannkuchen mit der Joghurt-Creme bestreichen und jeweils eine Scheibe Parmaschinken darauf drapieren.

Dieses Gericht vereint die sanfte Note des Parmaschinkens mit herzhaften Aromen und bietet eine kreative Alternative zum klassischen Genuss.

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