Sieben kindliche Ess-Typen: Vom Süßschnabel bis zum Trennköstler
Sieben kindliche Ess-Typen: Tipps für Eltern

Sieben kindliche Ess-Typen: Vom Süßschnabel bis zum Trennköstler

Wenn Kinder beim Essen sortieren, naschen oder bestimmte Speisen verweigern, kann das Eltern an ihre Grenzen bringen. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat sieben charakteristische kindliche Ess-Typen identifiziert und bietet wertvolle Tipps, wie Familien mit diesen individuellen Vorlieben umgehen können.

Der Selbstständige: Unabhängigkeit am Tisch

Dieser Ess-Typ wehrt sich energisch gegen das Füttern, presst die Lippen zusammen oder schiebt den Löffel weg. Ruhiges Sitzen fällt ihm schwer, stattdessen isst er lieber im Gehen, beim Spielen oder unterwegs. Der Rat des BZfE: Eltern sollten früh mit der „Zwei-Löffel-Methode“ beginnen. Dabei darf das Kind neben dem Fütterlöffel der Eltern einen eigenen Löffel nutzen, um selbstständig Essversuche zu machen. Klare Strukturen und vorhersehbare Abläufe helfen, unruhige Mahlzeiten zu entspannen.

Der Süßschnabel: Die Vorliebe für Süßes

Bei diesem Typ geht Süßes immer: süßer Brotbelag wird bevorzugt, aus der Brotbox werden zuerst die süßen Snacks gegessen, und beim Mittagessen wartet man sehnsüchtig auf den Nachtisch. Der Rat des BZfE: Klare Regeln für Süßigkeiten geben Orientierung. Der Austausch mit der Kita und anderen Bezugspersonen über gemeinsame Absprachen ist hilfreich. Wichtig ist, Süßigkeiten nicht als Belohnung, Trost oder Strafe einzusetzen.

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Der Skeptiker: Zurückhaltung bei Neuem

Dieser Ess-Typ sortiert Gemüse aus, besonders wenn es leicht bitter schmeckt, und ist auch bei grünem oder saurem Obst zurückhaltend. Der Rat des BZfE: Je abwechslungsreicher das Angebot, desto mehr können Kinder testen. Neue Lebensmittel lassen sich gut mit Vertrautem kombinieren – beispielsweise auf dem Gemüseteller oder fein gerieben im Salat.

Der Vorsichtige: Angst vor neuen Geschmäckern

Plötzlich wird dieser Ess-Typ kritisch für neue Geschmackserfahrungen und isst nur sehr vertraute Speisen, im Extremfall sogar nur einzelne Bestandteile einer Mahlzeit. Der Rat des BZfE: Nicht drängen, sondern geduldig sein. Eine lockere Tischatmosphäre und gute Vorbilder machen Kinder mutig, ihren Speiseplan nach und nach zu erweitern.

Der Trennköstler: Purismus auf dem Teller

Bei diesem Kind ist „pur“ angesagt: Brot ohne Belag, Nudeln ohne Soße, Suppen fein püriert. Käsebrote, Aufläufe, gemischte Gerichte oder gefüllte Kekse überfordern ihn schnell. Der Rat des BZfE: Speisen nur nach Absprache mischen. Beispielsweise Tomatensoße getrennt von den Nudeln anbieten und statt Käsebrot trockene Brotsticks mit Käsewürfeln servieren.

Der Spatz am Tisch: Gesprächig mit kleinen Portionen

Dieser Ess-Typ fühlt sich wohl am Esstisch, erzählt viel und gerne. Dabei fällt zunächst kaum auf, dass er an vielen Tagen sehr kleine Portionen isst. Der Rat des BZfE: Es kann helfen, die Essensmenge zum Start zu reduzieren und regelmäßige Essensangebote zu machen, etwa alle zwei bis zweieinhalb Stunden erneut etwas anzubieten.

Der Genießer: Hingabe und Tempo

Dieser Ess-Typ isst mit strahlenden Augen und großer Hingabe – häufig sehr schnell und manchmal auch in großen Mengen. Der Rat des BZfE: Strukturierte Essenszeiten unterstützen ein gesundes Ess-Tempo und helfen, das Essen bewusster zu genießen.

Das Bundeszentrum für Ernährung betont, dass jeder kindliche Esstyp einzigartig ist und Eltern mit Geduld und den richtigen Strategien entspannte Mahlzeiten fördern können.

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