Rasenpflege: So besiegt man Unkraut im Rasen
Unkraut im Rasen besiegen: Tipps zur Rasenpflege

Ein dichter, grüner Rasen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Pflege. Wenn plötzlich Klee, Löwenzahn oder Moos zwischen den Halmen sprießen, ist das oft ein Warnsignal. Je dichter und gesünder die Grasnarbe, desto weniger Chancen haben Wildkräuter. Wer Unkraut loswerden will, muss seinen Rasen richtig pflegen.

Unkraut im Rasen erkennen und gezielt handeln

Ob Giersch, Quecke, Moose, Gänseblümchen, Kriechender Hahnenfuß, Wegerich, Löwenzahn, Ehrenpreis, Schafgarbe, Klee, Frauenmantel, Hornkraut oder Günsel – diese Pflanzen kommen hierzulande besonders häufig vor. Für manche sind es wichtige Wildkräuter, für andere schlicht Störenfriede. Klar ist: Wer sie eindämmen will, sollte wissen, womit er es zu tun hat.

Rasenpflege ist entscheidend

Bei der Pflege sei Konsequenz der Schlüssel, so Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft (DRG). Zu den wichtigsten Schritten zählen Mähen, Düngen, Gießen, Vertikutieren, Lüften sowie das Entfernen von Unkraut und Moos. Viele schneiden ihren Rasen zu kurz. Das spart vielleicht Zeit, schwächt aber die Grasfläche. Moos, Klee, Hahnenfuß, Giersch oder Quecke breiten sich leichter aus. Die ideale Schnitthöhe liegt zwischen dreieinhalb und fünf Zentimetern. So werfen die Halme Schatten und hemmen die Keimung von Unkraut. „Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens“, so der Rasenexperte. Die Gräser bilden neue Seitentriebe, und wilde Kräuter haben weniger Platz.

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Mulchen und Dünger stärken die Grasnarbe

Auch Mulchen kann helfen. Das Schnittgut bleibt liegen und wirkt als natürlicher Dünger. Nonn betont: „Der Rasen sollte dafür möglichst trocken sein. Zudem darf das Schnittgut nicht zu lang sein und sollte auf der Fläche gleichmäßig verteilt werden.“ Fehlen Nährstoffe, wird der Rasen anfällig. Laut Nonn sind Stickstoff für Wachstum und Grünfärbung, Phosphor für die Wurzeln und Kalium für die Belastbarkeit besonders wichtig. Er rät zu speziellen Rasenlangzeitdüngern oder organisch-mineralischen Rasendüngern. „Landwirtschaftliche oder gärtnerische Dünger haben für die Belange des Rasens eine falsche Nährstoffzusammensetzung. Sie besitzen zu geringe Nährstoffgehalte und die Wirkung ist nicht kontrollierbar.“

Richtig gießen, vertikutieren und lüften

„Rasengräser bestehen zu fast 80 Prozent aus Wasser“, informiert Nonn. Deshalb gilt bei Trockenheit: „Klotzen, nicht kleckern.“ Ein- bis zweimal pro Woche gründlich wässern, am besten morgens oder abends. „Bitte daran denken, dass Gräser unter Bäumen häufiger Wasser benötigen.“ Vermooster Rasen deutet oft auf zu viel Feuchtigkeit hin. Mindestens einmal im Jahr sollte vertikutiert werden, idealerweise im Herbst und im Frühjahr. So wird Rasenfilz entfernt und die Wurzeln bekommen mehr Luft, Wasser und Nährstoffe. Beim Lüften „kämmen rotierende Federn den Zwischenraum zwischen den Rasenpflanzen durch“, erklärt der Rasenexperte. „Es empfiehlt sich, das Lüften besonders vor dem Düngen und während der Sommersaison, wenn der Rasen Wasser benötigt.“

Klee und Moos im Rasen konsequent entfernen

Moos lässt sich meist durch Jäten, Ausstechen oder Vertikutieren beseitigen. Hartnäckiger ist Klee. Er sollte mit Vertikutierer oder Rasenrechen bearbeitet und mit einem Unkrautstecher komplett samt Wurzel entfernt werden. Anschließend hilft eine gute Düngung. Moos entsteht unter anderem durch zu tiefes Mähen, Nährstoffmangel, Schatten oder Staunässe. Wildkräuter wachsen vor allem bei lückigem oder schlecht gedüngtem Rasen – eine dichte Grasnarbe bleibt der beste Schutz gegen Unkraut.

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