Berliner Koalition fordert gleiche Bezahlung bei Vivantes-Tochterunternehmen
Berlin: CDU/SPD fordern gleiche Bezahlung bei Vivantes

Berliner Koalition drängt auf Integration der Vivantes-Tochterunternehmen

Die CDU- und SPD-Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus haben sich gemeinsam für eine Rückführung der Vivantes-Tochterunternehmen in den Mutterkonzern ausgesprochen. Fraktionschef Dirk Stettner (CDU) und sein SPD-Kollege Raed Saleh teilten mit, dass die Fraktionsvorstände bei einer Klausur einen entsprechenden Antrag beschlossen haben.

Forderung nach Tarifangleichung und Integration

In dem Antrag wird der Berliner Senat aufgefordert, eine „schnellstmögliche Integration“ der Tochterunternehmen durchzuführen und die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen. „Schrittweise soll vergleichbar mit der Charité-Tochter CFM auch bei Tochterunternehmen von Vivantes das Entgeltniveau des öffentlichen Dienstes erreicht werden“, heißt es in dem Papier. Die Tarifparteien seien dafür in gemeinsamer Verantwortung.

Der Senat müsse darlegen, welche Voraussetzungen für die Rückführung geschaffen werden müssen, und dazu eine Zeitplanung sowie Kostenschätzung beifügen. Rund 2.200 Beschäftigte arbeiten bei den Vivantes-Tochterunternehmen in Bereichen wie Logistik, Reinigung und Gastronomie und verdienen deutlich schlechter als im Mutterkonzern.

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Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“

SPD-Fraktionschef Raed Saleh betonte das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Wir haben uns verabredet, dass wir die schrittweise Zurückführung der Töchterfirmen in die Mutterkonzerne haben wollen“, sagte er. Saleh verwies einerseits auf mögliche rechtliche Hürden, andererseits auf das Vorbild der Charité-Tochter CFM, bei der die Gehaltsangleichung mehrere Jahre gedauert habe. „Ich will diesen Prozess abgekürzt haben“, so der SPD-Politiker.

Historischer Hintergrund und aktuelle Verhandlungen

Bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Frühjahr 2023 hatten CDU und SPD vereinbart, die Tochterunternehmen wieder in die Mutterkonzerne Vivantes und Charité zu integrieren. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte im März 2025 erklärt, dies sei auch sein Ziel. Er sehe die Ungerechtigkeit, müsse aber Rücksicht auf den Landeshaushalt nehmen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert im aktuellen Tarifkonflikt einen Tarifvertrag, bei dem die Regelungen des Tarifvertrags für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins auf die Vivantes-Beschäftigten übertragen werden. Die Verhandlungen laufen seit Januar 2026 und sind noch nicht abgeschlossen.

Die politische Initiative von CDU und SPD unterstreicht den wachsenden Druck, die Lohnungerechtigkeit bei den Vivantes-Tochterunternehmen zu beseitigen und die Arbeitsbedingungen für die betroffenen Beschäftigten nachhaltig zu verbessern.

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