DRF Luftrettung übernimmt alle Berliner Stationen
Schwere Unfälle, Herzinfarkte oder Schlaganfälle erfordern oft schnelle Hilfe. Besonders wenn Patienten in schwer zugänglichen Gebieten liegen, ist die Luftrettung unverzichtbar. Die DRF Luftrettung hat nun die dritte Luftrettungsstation in Berlin übernommen und betreibt damit alle Standorte in der Hauptstadt.
Station 31 am Charité Campus Benjamin
Die Station 31 am Charité Campus Benjamin im Südwesten Berlins wurde von der DRF Luftrettung übernommen. Der Hubschrauber ist täglich von früh bis spät einsatzbereit und erreicht jeden Notfallort innerhalb von maximal 15 Minuten. Dieser Standort besteht seit fast 40 Jahren und wurde zuvor vom ADAC betrieben.
Nach Angaben der Organisation wurde „Christoph 31“ im vergangenen Jahr zu 2.430 Einsätzen gerufen. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als es 2.070 Einsätze waren. Zum 31. Dezember 2025 endete die Konzession der ADAC Luftrettung an diesem Standort, sodass nun die DRF zuständig ist.
Bundesweites Netzwerk der Luftrettung
Die beiden anderen Hubschrauber der DRF in Berlin starteten im vergangenen Jahr zu rund 3.600 Einsätzen. Bundesweit gibt es ein umfangreiches Netzwerk von „Christoph“-Hubschraubern. Die größten Betreiber sind der ADAC und die DRF Luftrettung.
Einheitlich sind die Rettungshubschrauber in Deutschland nach dem heiligen Christophorus benannt, dem Schutzpatron der Reisenden und Verkehrsteilnehmer. Die Zahl nach dem Namen „Christoph“ gibt Auskunft über den Stationsstandort oder die Reihenfolge der Inbetriebnahme des jeweiligen Hubschraubers.
Zehntausende Einsätze im Jahr 2025
Die Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung starteten im Jahr 2025 zu 36.407 Einsätzen. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr mit 35.850 Einsätzen. Insbesondere in der Dunkelheit waren die Crews der bundesweit 31 Hubschrauberstationen häufiger unterwegs.
Die Rettungsteams des ADAC starteten im vergangenen Jahr zu 48.908 Einsätzen. Der häufigste Einsatzgrund waren laut ADAC und DRF Unfälle sowie Herz-Kreislauf-Notfälle wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung der Luftrettung in Deutschland.



