Wolfgang Grupp (84), der ehemalige Chef von Trigema, hat nach seinem Suizidversuch im vergangenen Jahr nun auch seinen Revolver und Jagdschein abgegeben. Dies gab der Unternehmer in einem Gespräch bekannt.
Revolver unter Verschluss des Sohnes
„Mein Revolver, den ich aus Sicherheitsgründen hatte, ist nicht mehr da. Mein Sohn hat ihn unter Verschluss“, erklärte Grupp. Auch seinen Jagdschein besitze er nicht mehr. Der 84-Jährige hatte Mitte 2025 versucht, sich mit einem Schuss in den Kopf das Leben zu nehmen.
Offene Worte über die Tat
Bereits mehrfach hatte sich Grupp öffentlich zu dem Vorfall geäußert. In einem Brief an seine ehemaligen Mitarbeiter schilderte er, dass er unter Altersdepression gelitten habe und sich fragte, ob er noch gebraucht werde. „Ich bedauere sehr, was geschehen ist, und würde es gerne ungeschehen machen“, so der Unternehmer.
Schritt sofort bereut
Grupp betonte, dass er den Schritt sofort bereut habe. Die Zeit nach der Übergabe des Unternehmens an seine Kinder sei belastend gewesen, da er sich nicht mehr gebraucht fühlte. Mittlerweile nehme er Medikamente und arbeite weiterhin im Unternehmen mit, jedoch mit geringerer Belastung. Die Verantwortung liege heute bei seinen Kindern.
Große Anteilnahme
Nach dem Suizidversuch erhielt Grupp mehr als 2000 Zuschriften, viele von Menschen in ähnlichen Situationen. „Das hat mich sehr bewegt“, sagte er. Die Resonanz zeige, wie wichtig es sei, über psychische Probleme zu sprechen.



